Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig etwa 700 Personalleiter in Deutschland. Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Zudem werden in wechselnden Sonderfragen aktuelle arbeitsmarktrelevante Fragestellungen untersucht. Die Sonderfragen im vierten Quartal 2022 geben einen Ausblick auf 2023 und befassen sich mit Fragen zur Personal- und Lohnentwicklung.

Berichtsband Q4 2022

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad ifo Personalleiter-Befragung zum Download.

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Themen Q4 2022

Ausblick 2023: Personalbestand und Löhne steigen

Die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung hat die Erwartungen und Pläne ermittelt, mit denen deutsche Unternehmen ins neue Jahr starten. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa die Hälfte der deutschen Unternehmen (31 %) im ersten Halbjahr 2023 mit einer leichten Steigung des Personalbestands plant. In 5 % der Unternehmen wird die Anzahl der Mitarbeiter stark steigen. 16 % rechnen mit einer leichten Senkung. Im Handel sind es 22 %. In 45 % aller Firmen bleibt der Personalbestand gleich.

Für 2023 erwarten die befragten Personalverantwortlichen deutliche Gehaltssteigerungen. 81 % gehen davon aus, dass die Gehälter ihrer Belegschaft insgesamt um durchschnittlich 5,5 % steigen werden. 19 % erwarten, dass die Löhne unverändert bleiben. Nur wenige Befragte berichten von sinkenden Löhnen. Am häufigsten sollen die Löhne in der Industrie steigen: +5,0 % in 86 % der Unternehmen. Der stärkste Anstieg ist im Handel geplant: +5,9 %. Allerdings ist dort nur in 74 % der Unternehmen ein Lohnanstieg geplant – der niedrigste Wert im Branchenvergleich.

Fast jedes 2. Unternehmen plant Auszahlung der Inflationsausgleichprämie

In der Inflation bietet die Inflationsausgleichsprämie als Teil des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung Unternehmen eine steuerfreie Möglichkeit, ihre Mitarbeiter finanziell zu unterstützen. Bis zu 3.000 Euro können bis Ende 2024 steuer- und abgabenfrei gezahlt werden. Davon wollen 42 % der befragten Unternehmen Gebrauch machen. 44 % sind sich noch nicht sicher, ob sie diese Prämie auszahlen. 14 % schließen die Zahlung aus. Jedes zweite Industrieunternehmen plant die Auszahlung mit einer durchschnittlichen Ausschöpfung zu 79 %. Nur 40 % der Dienstleistungsunternehmen (Ausschöpfung 70 %) und 34 % der Handelsunternehmen (Ausschöpfung 55 %) planen diese Sonderprämie.

Sonderfrage: Kleinere Unternehmen führen regelmäßiger Feedbackgespräche

In der Sonderfrage wurden Personalverantwortliche zur Feedbackkultur in ihrem Unternehmen befragt. 49 % der Unternehmen führen jährliche Feedbackgespräche mit den Mitarbeitern. Im Branchenvergleich finden Austauschformate vor allem im Handel regelmäßiger statt. Dort werden Feedbackgespräche in 38 % der Unternehmen jährlich, in 19 % halbjährlich und in 17 % vierteljährlich geführt. Nach Größenklassen betrachtet haben Mitarbeiter in kleineren Betrieben (<50 Mitarbeiter) häufiger die Möglichkeit sich Feedback einzuholen als in größeren Betrieben. Monatliche (13 %) und vierteljährliche (16 %) Gespräche finden hier am häufigsten statt.

In 85 % der Fälle geht es in den Gesprächen um die Mitarbeiterzufriedenheit (85 %). In 82 % haben Mitarbeiter die Möglichkeit Feedback zu geben. Weiterbildungsmöglichkeiten werden in 72% der Fälle besprochen. 86% der Befragten schätzen die Feedbackkultur in ihrem Unternehmen als sehr positiv bis positiv ein.

Weitere Studien

Randstad beteiligt sich neben der Personalleiterbefragung und dem Arbeitsbarometer noch an weiteren Studien. 

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