Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig bis zu 1.000 Personalleiter in Deutschland. Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Zudem werden in wechselnden Sonderfragen aktuelle arbeitsmarktrelevante Fragestellungen untersucht. Die Sonderfragen im dritten Quartal 2022 bieten einen Einblick in die Notfall-Strategien von Unternehmen in der aktuellen Energiekrise und bei einer möglichen neuen Corona-Infektionswelle.

Berichtsband Q3 2022

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad ifo Personalleiter-Befragung zum Download.

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Themen Q3 2022

Sonderfrage: Weniger als ein Drittel der deutschen Unternehmen hat Energie-Notfallplan

Wie reagieren Unternehmen, sollte es tatsächlich zu einem Energieengpass kommen? Lediglich 29% der deutschen Unternehmen haben laut der aktuellen Personalleiterbefragung des ifo-Instituts in Kooperation mit Randstad vorgesorgt. Der Großteil, 51%, verfügt über keinen Notfallplan. 21% haben dazu keine Angaben gemacht. Im Falle eines Notfalls rechnen 63% mit einer Einschränkung der Geschäftstätigkeit.

Besonders in kleinen Unternehmen klafft eine Lücke. 70% der Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitenden haben keinen Notfallplan. Mit steigender Mitarbeiterzahl nimmt die Anzahl derjenigen Unternehmen zu, die sich für eine Verschlechterung der Lage gerüstet haben. 60% der Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden sind für den Notfall abgesichert. Im Branchenvergleich werden in der Industrie besonders häufig Vorkehrungen für eine akute Energie-Knappheit getroffen (in 43% der Unternehmen).

Zu den häufigsten Notfall-Maßnahmen zählen der Überstunden- und Urlaubsabbau (83%, 76%). 65% senken die Heiztemperatur ihrer Arbeitsstätten, sollte es zu einem Energie-Notfall kommen. Ebenso viele Unternehmen würden ihr Personal in Kurzarbeit schicken. Einen Abbau von Stellen planen 29%. 62% sehen eine Ausweitung des Homeoffice-Angebots vor.

HR-Manager beobachten gedrückte Stimmung bei Belegschaft

Steigende Kosten, sinkende Auftragszahlen, große Personallücken – in der aktuellen Situation stehen deutsche Unternehmen vor großen Herausforderungen. Die wirken sich auch und vor allem auf die Belegschaft aus. Mehr als zwei Drittel der Befragten beobachten eine mittlere bis starke Belastung der Stimmung unter ihren Kollegen (79%). Ein Viertel – 26% – beurteilt sie gar als stark.

Deutsche Unternehmen für Corona-Winter gut gerüstet

Sollte es im Herbst und Winter zu einer weiteren Welle der Corona-Infektionen und damit zu einer Einschränkung des öffentlichen und beruflichen Lebens kommen, ist der Großteil der deutschen Unternehmen gewappnet. Zu den meistgenutzten Vorkehrungen zählen Gratis Corona-Tests. Diese sind in 88% geplant. 72% wollen ihr Homeoffice-Angebots ausweiten. 60% konzentrieren sich auf ein strikteres Besuchermanagement. 50% planen Impfangebote.

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