Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig bis zu 1.000 Personalleiter in Deutschland. Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Zudem werden in wechselnden Sonderfragen aktuelle arbeitsmarktrelevante Fragestellungen untersucht. Die Sonderfragen im ersten Quartal 2022 bieten einen Einblick in die Nutzung von Strategien und Kanälen beim Recruiting in Unternehmen. Dazu zählt auch das Active Sourcing.

Berichtsband Q1 2022

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad ifo Personalleiter-Befragung zum Download.

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Themen Q1 2022

Sonderfrage: Klassische Kanäle dominieren das Recruiting

Welche Auswirkungen hat Corona auf die Personalsuche? Diese Frage steht im Fokus der aktuellen Befragung. Demnach setzt der Großteil der Personalverantwortlichen nach wie vor auf klassische Rekrutierungsmethoden. So hat die externe Stellenanzeige für 84 % eine mittlere bis hohe Bedeutung bei der Personalbeschaffung. Weitaus weniger Befragte sprechen sich in diesem Sinne für die Arbeitsagentur aus (44 %). Die interne Stellenausschreibung wird bei einem Drittel gar nicht angewendet. Nur 40 % messen ihr eine mittlere bis hohe Bedeutung bei. 

Active Sourcing kaum verbreitet – Personalvermittlung für Großunternehmen wichtig

Das Active Sourcing, die aktive Suche und Ansprache von Kandidaten, spielt beim Recruiting eine untergeordnete Rolle. 28 % der Befragten bewerten die Bedeutung dieses Instruments als mittel oder hoch. Auf die Unterstützung einer Personalvermittlung greifen vor allem größere Unternehmen zurück. Für 48 % der Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden hat die Personalvermittlung eine mittlere oder hohe Bedeutung. Auch für Industriebetriebe ist diese Form des Recruitings wichtig.  

Aktives Recruiting richtet sich nach der Zielgruppe

Die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung hat die Kanäle ermittelt, die beim aktiven Rekrutieren eine Rolle spielen. Wichtig ist hierbei vor allem das Netzwerk unter den Mitarbeitenden. Für 77 % der Personalverantwortlichen haben die Empfehlung im Kollegenkreis eine mittlere bis hohe Bedeutung. An zweiter Stelle liegen Soziale Netzwerke wie Facebook und TikTok (36 %). Dieser Kanal ist für Unternehmen besonders bei direkten Suche nach Azubis entscheidend. Ebenso Karrieremessen. Insgesamt weniger wichtig sind Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn (34 %), Kooperationen mit (Hoch-) Schulen (31 %) sowie Karrieremessen (16 %).

Zwei Drittel der deutschen Unternehmen rekrutiert ohne Diversity-Strategie

Die Teilnehmer der Studie wurden auch danach befragt, welche Rolle Diversity bei ihrer Personalbeschaffung spielt. Lediglich 9 % besetzen offene Stellen mit einer Absichtserklärung, die Vielfalt zu fördern. In 8 % der Firmen ist eine solche einheitliche Recruitingstrategie geplant.

Je größer das Unternehmen, desto häufiger wird mit Diversity-Strategie rekrutiert. 25 % der Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern setzen beim Recruiting auf eine Diversity-Strategie, 11 % der Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, 9 % der Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und 6 % der Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern.

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