Ihr Unternehmen hat eine offene Stelle zu besetzen, aber es melden sich keine Bewerber auf Ihre Anzeige? Um das zu ändern, ist es oft bereits hilfreich, die Stellenanzeige zu überarbeiten. Erfahren Sie hier, was eine gute Stellenausschreibung ausmacht.

Als Arbeitgeber von der Masse abheben

Warum spricht das eine Inserat den Bewerber an, das andere nicht? Beim Lesen von Stellenanzeigen entsteht oft der Eindruck, die Firmen hätten einander beim Texten einfach nur kopiert und dabei lediglich die gesuchte Berufsbezeichnung ausgetauscht. Relevant sind zum einen die Fakten wie Aufgabenbeschreibung, Beschäftigungsort oder Vergütung. Doch hängt das Interesse der Bewerber oft auch von der Formulierung der Annonce ab. 

Erfolgreich rekrutieren

Mit diesen Tipps sticht Ihre Stellenausschreibung hervor:

  • Bleiben Sie konkret und vermeiden Sie leere Worthülsen. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen beispielsweise nicht als “innovativ und weltweit führend”, sondern erklären Sie kurz und knapp was Ihre Firma wirklich tut und welche Alleinstellungsmerkmale sie auszeichnen. 
  • Formulieren Sie präzise, welche Fähigkeiten Bewerber für die ausgeschriebene Stelle mitbringen sollten. Vermeiden Sie Standard-Eigenschaften, die auf jede Position in jedem Unternehmen passen.
  • Bieten Sie Hintergrundinformationen, wie etwa Zugehörigkeit zu einem Konzern oder Informationen zur Branche, zu relevanten Märkten, Zukunftsperspektiven und Visionen des Unternehmens. 
  • Geben Sie bei Möglichkeit den Grund an, warum die Stelle besetzt wird. Steht etwa eine Expansion dahinter, dann verrät das schon viel über den Status des Unternehmens. 

Achtung: Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) muss bei der Formulierung eines Stellenangebots beachtet werden. Darin ist verankert, dass bei der Ausschreibung einer offenen Stelle weder Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung noch Alter eine Rolle spielen dürfen. 

Die richtige Gestaltung von Stellenanzeigen

Grundsätzlich gilt: Es gibt keine Regeln oder Vorschriften, wie eine Stellenanzeige auszusehen hat. Es ist allerdings ratsam, die Informationen in 5 Kategorien zu teilen: Unternehmen, Grundlegendes zur Stelle, Anforderungen an Bewerber, Leistungen des Unternehmens und Bewerbungsvorgang. Um eine gute Stellenausschreibung zu formulieren, ist es hilfreich, Fragen zu beantworten über...

  • das Unternehmen
    Wie groß ist das Unternehmen? Wie viele Mitarbeiter zählt es? Wo ist sein Standort? In welcher Branche ist es tätig und welche Märkte sind relevant? Welche Produkte oder Dienstleistungen werden angeboten?
  • die Stelle
    Handelt es sich um eine befristete Position, eine Dauerstelle oder eine Aushilfstätigkeit? Wie lautet die exakte Bezeichnung der Tätigkeit? Welche Haupt- und Nebenaufgaben gibt es? Ist die Position mit besonderen Befugnissen oder Vollmachten verbunden? 
  • das Anforderungsprofil
    Welche fachlichen Kompetenzen sind notwendig? Welcher Schulabschluss wird vorausgesetzt? Sind ggf. Studien- oder Weiterbildungsabschlüsse relevant? Gibt es Alternativen? Welche Sprachkenntnisse sind erforderlich? Welche methodischen, persönlichen und sozialen Kompetenzen sind erwünscht?
  • die Leistungen des Unternehmens
    Welche Leistungen bietet Ihre Firma? Gibt es eine betriebliche Altersversorgung? Verfügt das Unternehmen über eine eigene Kantine? Werden flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder mobiles Arbeiten angeboten? Steht Mitarbeitern ein Dienstwagen zur Verfügung? Gibt es einen Betriebskindergarten?
  • das Einreichen der Bewerbung
    Wie und wo reichen Interessierte ihre Bewerbung ein? Bis wann ist die Bewerbung möglich? Wer ist der Ansprechpartner bei Fragen?

Für den Erfolg Ihrer Stellenanzeige ist auch wichtig, sie auf dem richtigen Kanal zu platzieren. Erfahren Sie hier, wo Unternehmen die meisten potenziellen Bewerber erreichen.