Wie überzeugen Sie mit einem Lebenslauf als Berufseinsteiger?

Wer gerade eine Ausbildung in einem Betrieb oder ein Studium an einer Universität, Fachhochschule oder anderen Bildungseinrichtung absolviert hat, steht vor der Herausforderung, sich für seinen ersten „richtigen” Job zu bewerben. Gehen Sie Ihre Bewerbung optimistisch an und vertrauen Sie auf Ihre frisch erlernten Kompetenzen. Die erste Bewerbung ist der Startschuss ins Berufsleben, und dazu gehört auch die Erstellung eines geeigneten Lebenslaufs. Dieser stellt Ihre Person, Ihre Ausbildung, Ihre Kenntnisse und Ihre Interessen in den Vordergrund. Je detaillierter Ihr CV ist und je mehr der Personalmanager sich ein Bild von Ihnen machen kann, desto besser fallen Ihre Chancen für ein Bewerbungsgespräch aus. 

Lassen Sie sich außerdem nicht davon abschrecken, wenn in einer Jobausschreibung die Rede von „Berufserfahrung” ist oder wenn es sich um keine konkrete „Junior”-Position handelt. Starten Sie trotzdem einen Versuch und beweisen Sie mit Ihrem Lebenslauf, dass Sie die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle sind. Sie sind durch Ihre Ausbildung bzw. Ihr Studium fachlich bestens auf das Arbeitsleben vorbereitet und inhaltlich auf dem neuesten Stand. Zudem bringen Sie vielleicht auch viel mehr Motivation mit als ein berufserfahrener Bewerber, weil Sie das Erlernte nun endlich in der Praxis anwenden möchten. Und behalten Sie zudem im Hinterkopf, dass es so etwas wie den „perfekten” Bewerber gar nicht gibt. Denn die wenigsten haben eine spezielle Ausbildung oder einschlägige Berufserfahrung, welche exakt auf das jeweilige Stellenprofil maßgeschneidert ist. Haben Sie daher Vertrauen in sich selbst und ergreifen Sie die Chance, Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen. 

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Worauf legen Personaler bei einem Lebenslauf als Berufseinsteiger besonderen Wert?

Bei Bewerbungen als Berufseinsteiger gilt es, den Personaler davon zu überzeugen, dass man trotz fehlender Praxis für den Job geeignet ist. Demnach liegt der Schwerpunkt im Lebenslauf auf dem Ausbildungsweg und den Fachkenntnissen. Denn der Personalverantwortliche vergleicht Ihre Qualifikationen mit dem ausgeschriebenen Stellenprofil. Beschreiben Sie daher, was Sie während Ihrer Lehrzeit oder Ihres Studiums gelernt haben. Darüber hinaus schaut er auch auf den Erfahrungsschatz eines Bewerbers. Hat dieser während seiner Schulzeit oder Ausbildung ein Praktikum absolviert oder sich ehrenamtlich betätigt? Vielleicht waren Sie während des Studiums als Hilfswissenschaftler oder Werkstudent tätig und konnten schon etwas Erfahrung sammeln? Wenn ja, spricht das für Ihre Proaktivität und für Ihre Fähigkeit, praktische Tätigkeiten auszuüben und erworbenes Wissen anzuwenden. 

Abseits fachlicher Kenntnisse sind für Personalmanager auch Soft Skills von Bedeutung. Sind Sie ein guter Teamplayer? Oder zeichnen Sie sich durch ein gutes Zeitmanagement aus? All diese Aspekte über Ihre Person sollten Sie in den Lebenslauf einfließen lassen. Ebenso sind Ihre Hobbys und Interessen eine Erwähnung wert. Gehen Sie in Ihrer Freizeit einem spannenden Zeitvertreib nach, stechen Sie aus der Masse anderer Bewerber heraus. Noch besser ist es, wenn die persönliche Leidenschaft in Verbindung mit der angestrebten beruflichen Position steht.

Neben der Betonung Ihrer Kompetenzen sollten Sie auch auf eine ansprechende und ordentliche Gestaltung Ihres Lebenslaufes achten. Denn nur ein vollständiger, gut strukturierter und fehlerfreier CV hinterlässt einen guten Eindruck bei Personalern.

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Wichtige Informationen

Welche Informationen sollten Sie in einem Berufseinsteiger-Lebenslauf erwähnen? Abgesehen von persönlichen Angaben wie Name, Geburtsdatum und Kontaktdaten sollten Sie beim Lebenslauf ohne Berufserfahrung den Fokus auf Ihre Ausbildung und Kompetenzen legen. Details wie die Schulform, Ihre Studienrichtung oder Ihr Thema bei der Abschlussarbeit an der Fachhochschule sind entscheidend. Auch Auslandssemester oder Bildungsreisen spielen bei manchen Bewerbungen eine Rolle. Damit zeigen Sie, dass Sie in der Lage sind, sich in einem ungewohnten Umfeld zurechtzufinden und sich auf neue Herausforderungen einlassen zu können. Ebenso sind Weiterbildungen relevant. Das kann zum Beispiel ein Kurs für eine spezielle Software oder eine Fremdsprache sein, den Sie während Ihrer Ausbildung absolviert haben. Auf diese Weise verdeutlichen Sie, dass Sie sich in kürzester Zeit neue Inhalte aneignen können. Gleichzeitig räumen Sie mit dem Vorurteil auf, dass Menschen ohne Berufserfahrung monatelange Einarbeitungszeiten brauchen.

Daneben beinhaltet Ihr CV auch Informationen zu Ihren Kenntnissen, Hobbys und eventuell Ihrem ehrenamtlichen Engagement. Im Idealfall stehen Ihre persönlichen Interessen und Freizeitbeschäftigungen in Verbindung mit Ihrer ersehnten Stelle. Wenn Sie sich beispielsweise für einen Job als tiermedizinischer Fachangestellter bewerben, dann ist eine ehrenamtliche Tätigkeit als Pfleger im Tierheim von Vorteil.

Zwei Personen am Tisch
Zwei Personen am Tisch
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Fachliche Kenntnisse

Welche fachlichen Kenntnisse sollten Sie in einem Lebenslauf ohne Berufserfahrung aufführen? Ihre fachlichen Kenntnisse im Lebenslauf sollten zum jeweiligen Jobprofil passen, für das Sie sich bewerben. Welchen Schwerpunkt hatte Ihre bisherige Ausbildung und welche Fähigkeiten haben Sie sich im Laufe Ihres Lebens angeeignet? Wenn Sie sich beispielsweise für eine Stelle als Bürokraft bewerben, dann sind eine kaufmännische Vorbildung und grundlegende Computerkenntnisse vorteilhaft. Wollen Sie hingegen als Programmierer in einem Softwareunternehmen arbeiten, brauchen Sie einschlägiges Fachwissen in der Informatik. Im Vordergrund steht, dass Sie bei einem Lebenslauf ohne Berufserfahrung mit Ihrer Vorbildung und Ihrem Know-how von sich überzeugen. Und gehen Sie bei diesen Angaben so sehr ins Detail wie möglich. 

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Praktische Erfahrung und Projekte

Welche praktischen Erfahrungen/durchgeführten Projekte sollten genannt werden? Frischgebackene Absolventen haben im Normalfall keine klassische Berufserfahrung im Sinne einer mehrjährigen Anstellung. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese keinerlei Berührungspunkte mit dem Berufsleben haben. Wer während des Studiums als Werkstudent beschäftigt war, hat dadurch schon einen intensiven Einblick ins künftige Arbeitsleben erhalten. Aber auch Aushilfsjobs, mit denen man sich das Studium finanziert hat, Schülerjobs, Praktika, besondere Projektmitarbeiten während der Ausbildung oder Nachbarschaftshilfe wie Hunde- oder Babysitten zählen als praktische Erfahrungen, die Sie mitbringen. Ebenso ehrenamtliche Tätigkeiten wie zum Beispiel Schülernachhilfe oder andere gemeinnützige Vereinstätigkeiten sind erwähnenswert. Diese sind ein Ausweis für Ihr soziales Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Wenn Sie keine anderen Joberfahrungen gemacht haben, dürfen Sie diese ersten Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn ruhig in den Lebenslauf einbauen. Abseits von der Beschreibung Ihrer Erfahrungen können Sie im CV auch auf besondere Erfolge im Studium oder erfolgreich umgesetzte Projekte in der Schulzeit verweisen. Haben Sie ein Zeugnis oder ein Empfehlungsschreiben als Beleg für Ihre Tätigkeit, punkten Sie zusätzlich bei Ihrer Bewerbung.

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Soft Skills

Welche Soft Skills sollten Sie erwähnen? Welche Soft Skills Sie in Ihrem Lebenslauf angeben, ist stark von der ausgeschriebenen Stelle abhängig. Denn so vielfältig die Berufswelt ist, so unterschiedlich sind auch Ihre Anforderungen an die Eigenschaften von Bewerbern. So braucht ein Altenpfleger für seinen Beruf nicht nur eine einschlägige Ausbildung zum Pflegefachmann, sondern auch Einfühlungsvermögen und Kommunikationsgeschick. Ein Betriebswirt benötigt hingegen eine hohe Zahlenaffinität und strukturiertes Denken. Idealerweise belegen Sie Ihre Soft Skills durch die Nennung Ihrer Freizeitaktivitäten, Hobbys und Interessen. Wenn Sie beispielsweise auf Ihre gute Teamfähigkeit Bezug nehmen, dann können Sie diese etwa mit einer Freizeitbeschäftigung in einem Mannschaftssport wie Fußball oder Handball untermauern.

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Aufbau des Lebenslaufes

Beim Aufbau Ihres Lebenslaufes als Berufseinsteiger können Sie zwischen einer chronologischen oder einer antichronologischen Gliederung wählen. Verwenden Sie eine chronologische Struktur, starten Sie bei der Aufführung Ihres Bildungsweges und Ihrer Berufserfahrung mit dem frühesten relevanten Ereignis. Danach gehen Sie bei der Aufzählung schrittweise in die Gegenwart, bis Sie zu Ihrer derzeitigen Ausgangssituation kommen. Da Sie wenig bis keine Praxiserfahrungen haben, ist diese Lebenslaufvariante ideal, denn Sie legt den Fokus auf Ihren bisherigen Werdegang. 

Im Vergleich dazu liegt beim antichronologischen Lebenslauf der Schwerpunkt auf dem gegenwärtigen Stand der Dinge. Dabei beginnen Sie bei der Beschreibung Ihrer Ausbildung und Ihrer Berufserfahrungen mit der aktuellen Station. Sie schließen die Auflistung mit Ihrer Schulbildung und Ihrer frühesten beruflichen Erfahrung ab. Die umgekehrt chronologische Variante eignet sich daher eher für Personen, die auf einen längeren Karriereweg zurückblicken und auf Ihre derzeitige Anstellung und Ihren aktuellen Bildungsstand aufmerksam machen möchten.

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Fragen und Antworten

Hier finden Sie typische Fragen zum Lebenslauf für Berufseinsteiger:

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Lebenslauf Berufseinsteiger Muster

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