Randstad Wirtschaftsforum: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

16. März 2016
Die Bewerbersituation in Dresden und Umgebung stellt die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Auf der einen Seite haben Unternehmen in einigen Branchen bereits mit Fachkräfteengpässen zu kämpfen. Auf der anderen Seite gilt es, eine Vielzahl an Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wie können sich Firmen hier aufstellen und welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Über diese und viele weitere Fragen wurde beim Randstad Wirtschaftsforum Zeitarbeit in Dresden ausführlich diskutiert.

Wie kann der Einstieg von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingen?

„Voraussetzung und Schlüssel für eine gelungene Integration ist das Erlernen und die Beherrschung der deutschen Sprache“, betonte Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, im Rahmen der Podiumsdiskussion an der auch Martin Seidel, Geschäftsführer beim Bildungsträger SUFW e.V. Dresden, Uwe Krumpholz, Bereichsleiter in der Agentur für Arbeit Freiberg, sowie Dr. Christoph Kahlenberg, Manager Arbeitsmarktprojekte und Leiter der Randstad Akademie, teilnahmen.

Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge arbeiten Hand in Hand

Das Erlernen der Sprache ist nicht nur wichtig, um im Berufsalltag zurechtzukommen, sondern auch um sich mit Kollegen austauschen zu können. Dass dies in einigen Fällen schon gut funktioniert, machte Martin Seidel deutlich. Er berichtete von Beschäftigungsprojekten, in denen Langzeitarbeitslose gemeinsam mit Flüchtlingen arbeiten „Hier erleben wir ein schönes Miteinander und einen tollen Austausch.

Die Teilnehmer unterstützen sich auf persönlicher Ebene und motivieren sich gegenseitig. Das gibt den Menschen, die längere Zeit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, viel zurück und stärkt ihr Selbstbewusstsein“, so Martin Seidel. Er erlebe eine hohe Motivation bei den Flüchtlingen und eine große Lernbereitschaft, sagte auch Uwe Krumpholz.

Randstad ist multikulturell

Einig waren sich die Teilnehmer des Randstad Wirtschaftsforums, dass die Integration nur gelingen kann, wenn alle Wirtschaftsakteure an einem Strang ziehen.

„Wir als Marktführer sehen uns ebenfalls in der Verantwortung, im Rahmen unserer Kernkompetenzen, unseren Beitrag zur Integration in den Arbeitsmarkt zu leisten. Kaum eine Branche hat beispielsweise eine so hohe Expertise bei der Integration von Menschen unterschiedlicher fachlicher und kultureller Hintergründe wie die Personaldienstleistungsbranche. Allein bei Randstad sind zurzeit Menschen aus über 120 Nationen beschäftigt“, so Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie

Randstad unterstützt Flüchtlinge nachhaltig

Der Personaldienstleister bietet Flüchtlingen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an, auch vor Ort in Dresden – von Kompetenzfeststellungstests über Bewerbungscoachings, Online-Sprachkurse bis hin zur Hilfe bei den Anerkennungsprozessen von ausländischen Berufsabschlüssen und Nachqualifizierungen.

„Wichtig ist dabei, dass die Weiterbildungen auch passgenau auf den aktuellen Arbeitsmarkt zugeschnitten sind, das zeigt uns unsere langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet. Nur so kann es eine nachhaltige Chance auf Integration geben“, so Dr. Christoph Kahlenberg.