Bestimmte Berufe erfordern das Tragen einer Berufskleidung. Muss der Mitarbeiter die Kleidung selbst bezahlen, oder trägt der Arbeitgeber die Kosten?

Vorschriften für den Arbeitgeber

Der Arbeitgeber muss dann die Kosten für die Berufskleidung übernehmen, wenn Unfallverhütungsvorschriften eine Schutzkleidung vorsehen. Die Vorschriften treten immer dann in Kraft, wenn der Arbeitsplatz oder die Tätigkeit die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden kann. Somit muss der Arbeitgeber die gesamten Kosten für die Schutzkleidung der Mitarbeiter tragen.

Teilrechnungen und Ausnahmen für Teilzeitkräfte, Auszubildende oder befristete Beschäftigte dürfen hierbei nicht gemacht werden. Auch bestimmte Klauseln im Arbeitsvertrag, die den Mitarbeiter zur Kostenübernahme der Schutzkleidung verpflichten, sind rechtlich unwirksam.

Des Weiteren muss der Arbeitgeber für die Kosten für Reinigung, Reparaturen und Ersatz aufkommen.

Pflichten des Arbeitnehmers

Beschädigt der Mitarbeiter die Schutzkleidung absichtlich, trägt er die Kosten. Zudem wird die Schutzkleidung als Firmeneigentum betrachtet. Das heißt, der Mitarbeiter muss die Kleidung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zurückgeben.