Vorstellungsgespräch

Sie haben bereits viel erreicht, wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, denn das bedeutet: Ihre Bewerbungsunterlagen haben den Personaler überzeugt. Sie haben also allen Grund, stolz auf Ihre Leistung zu sein. Viele Menschen sind vor einem Vorstellungsgespräch nervös, vor allem, wenn es sich um das (seit Längerem) erste handelt. Das ist kein Wunder, schließlich ist das Bewerbungsgespräch entscheidend für den angestrebten Job. Sie müssen aber keine Angst vor dem Vorstellungsgespräch haben, denn es dient dem Kennenlernen. Kein Personaler hat vor, Sie in die Pfanne zu hauen. Er will lediglich herausfinden, ob Sie ins Unternehmen passen. Schütteln Sie die Nervosität ab, indem Sie sich gut aufs Vorstellungsgespräch vorbereiten. Wir informieren auf dieser Seite darüber, welche Arten von Vorstellungsgesprächen es gibt und wie diese gewöhnlich ablaufen. Oft ist die Angst auch nur die Angst vor dem Unbekannten. Wenn Sie wissen, was Sie erwartet, können Sie sich darauf einstellen und selbstsicher ins Bewerbungsgespräch gehen.

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Arten von Bewerbungsgesprächen

Früher war es stets das persönliche Gespräch, bei dem der Arbeitgeber diejenigen kennenlernen konnte, die mit ihrer Bewerbung überzeugten. Heute gibt es verschiedene Arten von Vorstellungsgesprächen. Die klassische Variante ist immer noch gängig, es haben sich darüber hinaus weitere Arten von Bewerbungsgesprächen etabliert. Keine Sorge, Sie werden nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern erfahren mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch, um welche Art es sich handelt:

  • Persönliches Vorstellungsgespräch
  • Online-Vorstellungsgespräch (Video-Chat)
  • Vorstellungsgespräch per Telefon
  • Assessment Center

Das Online-Vorstellungsgespräch läuft meist ähnlich wie das persönliche Vorstellungsgespräch ab, der entscheidende Unterschied ist, dass es über das Internet geführt wird – die technischen Voraussetzungen müssen also stimmen.

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Ablauf des Vorstellungsgesprächs

Auch wenn sich Vorstellungsgespräche inhaltlich unterscheiden, das Grundgerüst ist immer gleich. Das ist für Sie von Vorteil, denn so können Sie sich optimal vorbereiten. In unserem Bewerbungsratgeber finden Sie viele nützliche Tipps fürs Vorstellungsgespräch und rund um die Bewerbungsphase. Mit dem richtigen Know-how fällt es leicht, souverän im Bewerbungsgespräch aufzutreten. Die Personaler interessieren sich für Ihre Persönlichkeit und Ihre Stärken, aber auch nach Schwächen wird manchmal gefragt. Die typischen Fragen im Vorstellungsgespräch sind kein Geheimnis, Sie haben also die Möglichkeit, sich vorher umfassend darauf vorzubereiten. Gehen Sie die Fragen durch und überlegen Sie sich auf jede eine gute Antwort, die Ihre positiven Seiten herausstellt. Wenn Sie dann noch mit einem Familienmitglied oder Freunden das Vorstellungsgespräch üben, kann nichts mehr schiefgehen. Lassen Sie sich immer auch eine Rückmeldung zur Körpersprache geben, nicht nur zu Ihren Antworten. Fragen Sie nach, wie Sie es besser machen können, wenn Sie selbst einmal keine Idee haben. Auf diese Weise perfektionieren Sie das Gesamtbild und können im Bewerbungsgespräch besonders überzeugend auftreten. Der Ablauf des Vorstellungsgesprächs gliedert sich in der Regel in fünf Phasen:

  1. Begrüßung und Smalltalk
  2. Kennenlernen
  3. Selbstpräsentation
  4. Rückfragen
  5. Abschluss und Verabschiedung
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Phase 1: Begrüßung und Smalltalk

Eine Begrüßung und ein netter Plausch, da kann doch eigentlich nichts schiefgehen, oder? Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen ist, macht sich oft viele Gedanken über die Fragen, die ihn erwarten – doch auch in Phase 1 gibt es Fettnäpfchen, die Sie allerdings leicht vermeiden können. 

Zunächst einmal ist Pünktlichkeit wichtig, denn so vermitteln Sie, dass Sie sich an Absprachen halten können und zuverlässig sind. Bis Corona kam, war es üblich, sich zur Begrüßung die Hand zu reichen, dann war es auf einmal tabu. Aber was ist jetzt richtig? Die Entscheidung können Sie getrost Ihrem Gesprächspartner überlassen. Streckt er Ihnen die Hand entgegen, dann begrüßen Sie ihn mit einem kurzen, festen Händedruck. Macht er keine Anstalten, Ihnen die Hand zu reichen, dann sollten Sie nicht von sich aus die Initiative ergreifen, sondern es bei einer freundlichen Begrüßung ohne Händeschütteln belassen.

Auch wenn bekannt ist, dass sich in der Firma alle – vom Azubi bis zum Geschäftsführer – duzen: Im Vorstellungsgespräch sollten Sie sich zunächst auf “Sie” einrichten. 

An heißen Tages ist es ratsam, vor dem Gespräch noch einmal die Hände zu waschen, denn verschwitzte Hände kommen beim Gegenüber meist nicht so gut an. Dann können Sie auch gleich noch den Sitz Ihrer Kleidung überprüfen. Frauen werfen noch einmal einen Blick aufs Make-up, denn wenn die Wimperntusche oder der Lippenstift verschmiert ist, überzeugt das schönste Outfit nicht mehr. 

Nach der Begrüßung stellen sich die Gesprächspartner vor. Wird das Du nicht angeboten, dann bleiben Sie als Bewerber beim Siezen. bieten Sie nicht von sich aus, sich zu duzen, dies könnte als respektlos empfunden werden.

Beim anschließenden Smalltalk gibt es wieder Stolperfallen. Ein Smalltalk ist tatsächlich nur ein netter Plausch, hier geht es nicht darum, besonders ehrlich auf Fragen zu antworten. Wenn der Personaler nach dem persönlichen Empfinden fragt, will er nicht wissen, wie schlecht es Ihnen gestern ging oder ob Sie gerade Liebeskummer haben. Es ist eine reine Höflichkeitsfrage, die Sie dementsprechend beantworten sollten. 

Bei der Frage nach der Anreise ist ein detaillierter Bericht fehl am Platze – Sie können allerdings zum Beispiel kurz darauf hinweisen, wie gut die Wegbeschreibung war, falls Sie mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch eine erhalten haben. Meist wird noch etwas zu trinken angeboten, dieses Angebot können Sie ruhig annehmen. Ein Wasser ist immer die richtige Wahl – denn das hat jedes Unternehmen da. Möchten Sie ein anderes Getränk, dann sollten Sie eines nehmen, das Ihnen angeboten wurde. Sonderwünsche sind an dieser Stelle unangebracht.

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Phase 2: Kennenlernen

Nachdem Sie Phase 1 gemeistert haben, folgt das Kennenlernen. Dabei ist es wichtig, dass Sie aufmerksam zuhören, denn in der Kennenlernphase stellt sich der Arbeitgeber vor, beschreibt seine Produkte oder Dienstleistungen, die Arbeitsweise im Unternehmen und geht auf die ausgeschriebene Stelle ein. 

In Phase 2 können Sie Punkte sammeln, indem Sie zeigen, dass Sie sich im Vorfeld über das Unternehmen informiert haben. Mit passenden Anmerkungen und sinnvollen Zwischenfragen zeigen Sie, dass Sie über das Unternehmen im Bilde sind und sich für die Arbeitsabläufe interessieren. Dabei ist das Timing entscheidend: Unterbrechen Sie Ihren Gesprächspartner auf keinen Fall. Falls der Personaler ohne Punkt und Komma spricht, können Sie durch Gestiken signalisieren, dass Sie etwas rückfragen möchten. Setzen Sie Ihre Anmerkungen wohldosiert ein, denn wenn Sie nach jeder Aussage eine Frage stellen, wirkt das eher aufgesetzt und einstudiert.

Überlegen Sie sich bereits vor dem Bewerbungsgespräch, ob Sie noch Fragen zum Unternehmen haben. Werden diese nicht im Verlauf der Kennenlernphase beantwortet, können Sie darauf zurückgreifen, um Ihr Interesse zu zeigen.

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Phase 3: Selbstpräsentation

Jetzt kommt es darauf an, denn Phase 3 ist dazu da, dass Sie auf Ihre Stärken aufmerksam machen und Ihre Persönlichkeit zeigen. Wer die typischen Fragen im Vorstellungsgespräch ausgiebig geübt hat, braucht keine Angst vor der Selbstpräsentation zu haben, denn dann haben Sie die meisten Antworten bereits parat. Wichtig ist, dass es nicht auswendig gelernt klingt, wenn Sie antworten. Antworten Sie nicht wie aus der Pistole geschossen, sondern ruhig und überlegt. Und wenn Sie Ihre Körpersprache trainiert haben, sitzt auch jede Bewegung. Bei der Selbstpräsentation wird nach Ihrem beruflichen Werdegang gefragt. Konzentrieren Sie sich auf Ihre berufsrelevanten Stärken, nennen Sie wesentliche Meilensteine und Erfolge. Auch wo Sie sich in der Zukunft beruflich sehen, ist für Ihren Gesprächspartner interessant. 

Der ganze Lebenslauf sollte nicht aufgezählt werden, der liegt dem Personaler vor und wenn ihm etwas daraus noch relevant erscheint, wird er nachfragen. Auf jeden Fall sollten Sie darauf vorbereitet sein, dass er Rückfragen stellt, wenn es Unklarheiten in den Bewerbungsunterlagen gibt. Das können zum Beispiel fehlende Zeugnisse oder Lücken im Lebenslauf sein. Darüber hinaus sind fachspezifische Fragen zu erwarten. Ihr Gegenüber will wissen, über welches Know-how Sie verfügen. Das kann er nicht nur über Fragen ermitteln: Sind beispielsweise gute Englischkenntnisse für den Job gefragt, ist es möglich, dass ein Teil des Vorstellungsgesprächs auf Englisch geführt wird.

Bei der Selbstpräsentation haben Sie Gelegenheit, Ihre Persönlichkeit zu zeigen. Berichten Sie von Erfahrungen und Situationen, die Ihre positiven Eigenschaften zur Geltung bringen. Berufsrelevante Eigenschaften, die im Vorstellungsgespräch Pluspunkte einbringen können, sind zum Beispiel:

  • Freundlichkeit
  • Teamfähigkeit
  • Soziale Intelligenz
  • Ausdauer
  • Lösungsorientiertes Arbeiten
  • Gutes Urteilsvermögen
  • Kreativität
  • Weitsicht
  • Fleiß
  • Vernetztes Denken
  • Tatendrang
  • Geduld
  • Hilfsbereitschaft/Kollegialität

Bei der Präsentation der Persönlichkeit ist stets darauf zu achten, dass die Eigenschaften zu der Stelle passen, auf die Sie sich beworben haben. In dieser Phase kann es vorkommen, dass Ihnen auch Fragen gestellt werden, auf die Sie nicht antworten müssen – wie Sie am besten damit umgehen, erfahren Sie in unserem Bewerbungsratgeber zu den unzulässigen Fragen im Vorstellungsgespräch.

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Phase 4: Rückfragen

In Phase 4 sind Sie an der Reihe, Fragen zu stellen. Antworten Sie auf jeden Fall mit Ja, wenn die Frage kommt, ob Sie noch Rückfragen haben. So zeigen Sie Ihr ernsthaftes Interesse am Unternehmen und an der Stelle. Es gibt gute Fragen und solche, die auf keinen Fall gestellt werden sollten. Alle Fragen, die Sie stellen, sollten sich auf Inhalte und Anforderungen des Jobs, Erwartungen des Unternehmens, die Leistungsmessung oder Entwicklungschancen beziehen. Gute Fragen sind zum Beispiel:

  • Was ist die größte Herausforderung bei dieser Stelle?
  • Wie werden meine Leistungen gemessen?
  • Was sind die bedeutendsten Wachstumsfelder des Unternehmens?

Absolut unpassend sind Fragen zum Freizeitausgleich, dies wirkt, als sei dem Bewerber die Freizeit wichtiger als die Stelle. Auch Fragen zu Sonderleistungen und Urlaubsregelungen sind unangebracht. Konzentrieren Sie sich bei den Rückfragen auf die Arbeit, nicht auf die Freizeit. Außerdem sollten Sie niemals Fragen stellen, die darauf hindeuten, dass Sie sich nicht mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben, wie beispielsweise: „Was produziert Ihr Unternehmen eigentlich?“ Wenn Sie das beachten, werden Sie sich auch bei den Rückfragen gut schlagen und die Chance, den Job zu bekommen, wird größer.

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Phase 5: Abschluss und Verabschiedung

Die Abschlussphase besteht aus dem Dank für das Gespräch, Informationen über die weiteren Schritte in der Bewerbungsphase und der Verabschiedung. Danken Sie Ihrem Gesprächspartner dafür, dass er sich Zeit für Sie genommen hat. Wenn der Personaler nicht von sich aus die weiteren Schritte anspricht, fragen Sie ruhig nach, wann Sie mit einer Antwort rechnen können und auf welchem Wege man Sie kontaktiert. Anschließend verabschieden Sie sich höflich – dann haben Sie das Vorstellungsgespräch gemeistert.

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Besonderheiten beim Online-Vorstellungsgespräch

Prinzipiell läuft das Online-Vorstellungsgespräch genauso ab wie ein persönliches Bewerbungsgespräch. Aber es gibt einen zusätzlichen Punkt, der unbedingt zu beachten ist: Prüfen Sie vor dem Vorstellungsgespräch, ob die Technik funktioniert – und nicht erst fünf Minuten vorher. 

Wer regelmäßig Videocalls macht, weiß in der Regel, ob Kamera, Lautsprecher und Mikrofon oder Headset funktionieren. Alle anderen probieren am besten schon bei der Einladung zum Online-Bewerbungsgespräch aus, ob die Technik mitspielt. In beiden Fällen sollte aber am Tag des Vorstellungsgesprächs noch einmal alles überprüft werden. Falls Sie die Wahl haben, verzichten Sie aufs Headset und nutzen Sie lieber Lautsprecher und Mikrofon Ihres Geräts, denn das sieht besser aus und Sie können sich freier bewegen. 

Außerdem muss bedacht werden, dass Ihr Gesprächspartner nicht nur Sie, sondern auch den Hintergrund sieht. Bei einigen Videokonferenz-Tools kann man einen Hintergrund einstellen, wenn man selbst einen Account hat. Nutzen Sie das, wenn Sie ins Online-Vorstellungsgespräch gehen! Haben Sie nicht die Möglichkeit, achten Sie auf einen ordentlichen Hintergrund. Er sollte nicht zu unruhig sein, am besten ist ein neutraler Hintergrund. Ein No-Go ist, wenn Schmutz, Wäsche auf dem Boden oder andere Unsauberkeiten zu sehen sind. 

Haustiere bringen Sie besser in ein anderes Zimmer, denn wenn auf einmal die Katze über die Tastatur läuft und den Videocall unterbricht, erhöht das Ihre Chancen auf den Job sicher nicht. Darüber hinaus muss die Beleuchtung stimmen. Sie darf nicht zu dunkel sein, damit Sie gut zu erkennen sind, aber auch nicht unangenehm hell. Testen Sie vor dem Vorstellungsgespräch, in welchem Licht Sie auf dem Bildschirm gut aussehen. 

Es gibt Tools, bei denen ein Name eingegeben werden muss: Schreiben Sie Vor- und Nachnamen vollständig hin, benutzen Sie keine Spitznamen oder Abkürzungen. 15 Minuten vor dem Beginn des Vorstellungsgesprächs sollte alles organisiert sein, damit Sie pünktlich starten können. Behalten Sie solange Ihre E-Mails im Blick, falls noch eine Nachricht vom Unternehmen an Sie eingeht.

Da Ihnen Ihr Gegenüber kein Getränk wie in einem echten Vorstellungsgespräch anbieten kann, denken Sie bitte selbst daran, ein Wasser in Reichweite zu haben. Trinken Sie während des Online-Gesprächs aus einem Glas, nicht aus der Flasche. 

Sie finden hier weitere nützliche Tipps, eine Checkliste sowie Einzelheiten zum Ablauf des Online-Vorstellungsgesprächs.

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Assessment Center

Das Assessment Center ist ein komplexes Bewertungs- und Auswahlverfahren, das Unternehmen nutzen, um die Kompetenzen von Bewerbern zu testen. Gewöhnlich setzt sich der Ablauf aus Einzel- und Gruppenaufgaben zusammen. Sie treffen also beim Assessment Center auf andere Bewerber. Das ist vor allem für die Nachbereitung des Vorstellungsgesprächs günstig, denn Sie können dann auch aus Fehlern und Stärken von anderen lernen. Das Assessment Center kann aus mehreren Runden bestehen und dauert in der Regel ein bis drei Tage. Es umfasst mehrere Phasen:

  1. Selbstpräsentation
  2. Übungen
  3. Rollenspiele
  4. Feedback

Die Selbstpräsentation ist nichts Neues, sie läuft ab wie beim klassischen Vorstellungsgespräch. In Phase 2 können Sie verschiedene Übungen erwarten:

  • Postkorbübung
  • Intelligenz- oder Konzentrationstests
  • Gruppendiskussionen
  • Rollenspiele
  • Fallstudien
  • Eine Präsentation halten
  • Einzelinterview

Bei der Postkorbübung erhalten die Bewerber einen sogenannten Postkorb mit zehn bis 20 Dokumenten, die sie in einer vorgegebenen Zeitspanne abarbeiten sollen. Diese Einzelübung dient dazu zu testen, wie die Bewerber mit Stresssituationen umgehen, wie sie ihre Arbeit organisieren, Prioritäten setzen und ob sie konzentriert arbeiten. Einen Intelligenztest können Sie vorher gut trainieren. Vom Aufbau her sind sie sich immer ähnlich. Im Internet finden sich Intelligenztests, mit denen man die Aufgaben üben kann, es gibt aber auch reichlich Literatur dazu. Anders sieht es beim Konzentrationstest aus, denn der kann sich sehr unterschiedlich gestalten. Hilfreich sind Konzentrationsübungen, um die Konzentration allgemein zu steigern. Durch das Einzelinterview erhoffen sich Unternehmen spontane und freie Meinungsäußerungen, die zeigen, ob der Bewerber zum Unternehmen passt. Präsentationen können Sie vor Freunden üben, die Ihnen ein Feedback geben, so dass Sie Ihre Schwächen ausmerzen können, bevor es ernst wird.

In Phase 3 bildet oft eine Fallstudie die Grundlage für das Rollenspiel. Darüber hinaus ist es möglich, dass eine Gruppendiskussion geführt wird. Dabei sollten Sie auf Ihren Redeanteil achten. Das Schlechteste, was Sie machen können, ist, sich gar nicht an der Diskussion zu beteiligen. Was Sie sagen, sollte allerdings Hand und Fuß haben. Punkten Sie mit schlüssigen Argumenten, die die Diskussion weiterbringen. Die Rollenspiele dienen dazu, die Durchsetzungsfähigkeit und die soziale Kompetenz der Bewerber zu beurteilen.

Ein Feedback erhalten Sie in Phase 4. Zunächst wird allerdings nach Ihrer Selbsteinschätzung gefragt. Mit einer realistischen Selbsteinschätzung erhöhen Sie Ihre Chancen auf den Job. Zählen Sie also nicht nur auf, was Sie besonders gut gemacht haben, sondern auch, wo Sie Schwächen hatten und sich verbessern könnten. Wenn Sie dann noch sagen, wie Sie es hätten besser machen können, ist das von Vorteil. Es zeigt, dass Sie reflektiert und schnell lernfähig sind sowie nach Lösungen suchen. Anschließend folgt die Rückmeldung der Personaler sowie eine abschließende Beurteilung. Mit der Einladung zum Assessment Center erhalten Sie in der Regel auch Informationen zum Ablauf, so dass Sie sich genau auf die Aufgaben, die Sie erwarten, vorbereiten können.

Bei allen Arten von Vorstellungsgesprächen ist darauf zu achten, selbstsicher, aber nicht überheblich aufzutreten. Zeigen Sie, was Sie wissen und können, ohne dabei besserwisserisch zu wirken. Soft Skills wie Empathiefähigkeit, Menschenkenntnis und emotionale Intelligenz sind sehr nützlich, wenn man einen sympathischen Eindruck beim Gesprächspartner hinterlassen will. Auch diese können Sie trainieren, zum Beispiel im Online-Kurs Business Skills der Randstad Akademie. Sie haben keinen Grund, nervös zu sein: Mit den Tipps aus unserem Bewerbungsratgeber haben Sie die beste Basis, um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen.

 

Weitere hilfreiche Bewerbungstipps:

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