Definition Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt ist ein imaginärer Ort, an dem sich Nachfrage und Angebot an Arbeitskräften treffen. Arbeitgeber stellen die Nachfrager dar. Sie suchen nach Arbeitskräften für ihre freien Arbeitsplätze. Arbeitnehmer sind die Anbieter. Sie verfügen über Arbeitskraft, die sie einem privaten Unternehmen oder einem öffentlichen Haushalt verkaufen.

Zusammensetzung

Wie setzt sich der Arbeitsmarkt zusammen?

In Deutschland gibt es einen ersten und einen zweiten Arbeitsmarkt. Der erste Arbeitsmarkt oder „normale Arbeitsmarkt“ kommt ohne Förderungen, staatliche Subventionen und andere politische Maßnahmen aus. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind die einzigen Teilnehmer an diesem Markt.

Der zweite Arbeitsmarkt wurde für Menschen geschaffen, die auf dem freien Arbeitsmarkt keine oder nur geringe Chancen auf einen Arbeitsplatz haben. Er wird durch staatliche Mittel reguliert und subventioniert. Dies umfasst z. B. Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose, die Förderung von Leistungen wie Bewerbungscoachings sowie den Zugang zu Weiterbildungsangeboten und Qualifikationsmöglichkeiten. Ziel ist, die betroffenen Arbeitslosen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Aktuelle Lage

Wie sieht die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt in Deutschland aus?

Um die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt zu bewerten, gelten die Erwerbstätigenquote und die Arbeitslosigkeit als wichtigste Faktoren. Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich nach dem  Einbruch aufgrund der Corona-Pandemie wieder positiv entwickelt. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen zurück. Der Beschäftigungsaufbau hält an. Unternehmen suchen zunehmend nach neuen Mitarbeitern. So sind verstärkt Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor, in der Logistik und im Ingenieurwesen gesucht.

Der deutsche Arbeitsmarkt leidet jedoch zunehmend unter einem Fachkräftemangel. So können Unternehmen in einigen Regionen und Branchen offene Stellen nicht mit geeigneten Fachkräften besetzen. Der demografische Wandel verschärft die Situation. In den kommenden Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge der 50er- und 60er-Jahre in Rente gehen. Es kommen jedoch nicht genug junge Arbeitskräfte nach. Die Nachfrage nach Handwerkern, IT-Spezialisten und Fachkräften im Gesundheitswesen steigt.

Zukunft

Trendreport-Serie zur Entwicklung der Arbeitswelt

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