Was ist ein Qualitätsprüfer?

Besonders in Europa verbessert sich die Qualität angebotener Produkte stetig. Auch Sicherheitsanforderungen und EU-Normen steigen, die bei der Produktion neuer Artikel eingehalten werden müssen. So sind Unternehmen zusätzlich mit einem steigenden Kontrolldruck konfrontiert, welchen sie mithilfe von Qualitätsprüfern bewältigen. Diese werden als Qualitätskontrolleure während des gesamten Produktionsprozesses eingesetzt und übernehmen verschiedene Aufgaben in der optischen und technischen Produktüberprüfung. Sie stellen sicher, dass Qualitätsstandards eingehalten werden und Chargen den Anforderungen entsprechen, um auf den Markt gebracht zu werden. Die verantwortungsvolle Aufgabe eines Qualitätsprüfers sichert somit nicht nur den guten Ruf des Unternehmens, sondern schützt auch Verbraucher, wenn mangelhafte Produkte rechtzeitig erkannt und gar nicht erst in Umlauf gebracht werden.

Während es zahlreiche Stellenangebote für Qualitätsprüfer gibt, ist der Zugang zu diesem Berufsbild nicht einheitlich geregelt. Qualitätsprüfer sind mitunter klassische Quereinsteiger. Sie können als ungelernte Sichtprüfer in der optischen Sichtkontrolle eingesetzt werden oder mit einer einschlägigen Ausbildung im technischen Prüfverfahren arbeiten. Hierbei prüfen sie insbesondere Metall- und Kunststoffteile auf ihre Oberflächenstruktur, Belastbarkeit sowie die korrekten Maße, welche teilweise auf den Zehntelmillimeter genau stimmen müssen. Werden Abweichungen festgestellt, arbeiten qualifizierte Materialprüfer die Fehler nach und sorgen so dafür, dass das Produkt die Qualitätsstandards wieder erreicht. Mit einem Studium gelingt Quereinsteigern hingegen oft direkt ein Sprung ins Qualitätsmanagement. Dieses stellt gleichzeitig eine attraktive Aufstiegsmöglichkeit für Qualitätsprüfer mit ausreichender Berufserfahrung und dem Willen zur Weiterbildung dar.

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Arbeiten als Qualitätsprüfer

Aufgaben und Tätigkeiten von Qualitätsprüfern

Die Aufgaben von Mitarbeitern in der Qualitätssicherung sind vielfältig und können nach Ausbildungs- und Kompetenzniveau gestaffelt werden. So finden auch ungelernte Arbeitskräfte einen Berufseinstieg als Sichtprüfer in der optischen Sichtkontrolle. Hier werden fertige Produkte mit oder ohne Hilfsmittel (zum Beispiel einer Lupe) auf Fehler überprüft und bei Bedarf aussortiert. Wer bereits über eine passende Ausbildung in der jeweiligen Branche verfügt und das notwendige Fachwissen mitbringt, kann sich anspruchsvolleren Aufgaben widmen. So führen Qualitätsprüfer eine Produktkontrolle anhand von Mess- und Prüfvorgaben durch und nutzen hierfür, je nach Aufgabe, unterschiedliche Hilfsmittel. Während bei manchen Produkten eine indirekte Sichtprüfung, beispielsweise mit Kamera oder Endoskop erforderlich ist, müssen andere Produkte hinsichtlich ihrer Dichte sowie ihrer Funktionalität überprüft werden. Hierzu kann der Qualitätsprüfer Zugprüfmaschinen, Härteprüfgeräte, Kerbschlag- und Ultraschallprüfeinrichtungen nutzen oder Spektralanalysen vornehmen.

Da Qualitätsprüfer im gesamten Fertigungsprozess eingesetzt werden, ist eine lückenlose Dokumentation sehr wichtig. So können Qualitätsprüfer Rückschlüsse auf möglicherweise schadhafte Produktionsanlagen ziehen und frühzeitig das Qualitätsmanagement informieren, damit der Fehler schnell beseitigt werden kann und nicht sämtliche folgenden Chargen ebenfalls fehlerhaft produziert werden. Da die Qualitätsprüfung oft mit dem Produktionstempo standhalten muss, arbeiten Mitarbeiter in der Qualitätsprüfung häufig im Schichtdienst. Je nach Produkt kann es erforderlich werden, jedes einzelne Fertigungsstück hinsichtlich seiner Qualität zu überprüfen oder aber Stichproben zu nehmen, welche dann stellvertretend für eine ganze Charge analysiert werden.

Wenn der Qualitätsprüfer über die entsprechenden handwerklichen Fähigkeiten sowie Fachkenntnisse verfügt, wird in vielen Bereichen von ihm erwartet, dass er fehlerhafte Bauteile nacharbeitet. Das können zum Beispiel Abweichungen an Metall- und Kunststoffteilen im Millimeterbereich sein, welche dann vom Qualitätsprüfer behoben werden. Letztlich ist der Qualitätsprüfer dafür verantwortlich, Qualitätsstandards auch bei seiner eigenen Arbeit genau einzuhalten, Fehler- und Prüfergebnisse zu dokumentieren und jeweilige Prüf- und Tagesberichte zu erstellen. Diese bilden die Grundlage für Qualitätsmanager, um die Qualität des Fertigungsprozesses zu überprüfen und diesen zu optimieren.

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Arten von Qualitätsprüfern

Das Berufsbild des Qualitätsprüfers ist nicht einheitlich geregelt. Vielmehr fallen unterschiedliche Aufgaben in diesen Bereich, welche sich in der Komplexität und den Anforderungen unterscheiden und unterschiedliche Qualifikationen erfordern.

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Gehalt eines Qualitätsprüfers

Das Gehalt eines Qualitätsprüfers kann sehr stark variieren. Im Durchschnitt können Qualitätsprüfer mit einem monatlichen Grundgehalt von 2.404 € bis 2.738 € brutto rechnen. (Quelle: Karrieresprung.de, Stand: November 2021). Wird im Schichtdienst gearbeitet, wird das Grundgehalt durch Schichtzuschläge deutlich aufgebessert.

Das individuelle Gehalt hängt jedoch stets von zahlreichen Faktoren ab. Hierzu zählen:

  • Branche und Industriezweig des Unternehmens
  • Größe und Art des Unternehmens
  • Qualifikation und Berufserfahrung des Qualitätsprüfers
  • Existenz eines Tarifvertrags, Höhe der Schichtzulagen
  • Vertraglich vereinbarte Zulagen, wie z. B. ein 13. Gehalt

Wenn Qualitätsprüfer ihr Gehalt deutlich steigern möchten, lohnt sich eine Aufstiegsweiterbildung, um im Beruf des Qualitätsmanagers Anstellung zu finden. Diese verdienen im Durchschnitt bereits ein Monatsgehalt von 3.673 € brutto, während ihre Arbeitszeiten meist deutlich weniger von Schichtdienst belastet sind. Mit entsprechender Berufserfahrung und höherer Verantwortung sind Gehälter bis zu 7.000 € brutto pro Monat möglich (Quelle: Karrieresprung.de, Stand: November 2021).

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Qualifikationen und Fähigkeiten

Diese Ausbildung benötigen Qualitätsprüfer

Der Job des Qualitätsprüfers ist für Quereinsteiger geeignet und nicht einheitlich rechtlich geregelt. Vielmehr können Interessierte ohne und mit Ausbildung sowie mit Studium den Einstieg in dieses Berufsbild finden. Gerade bei Einsteigern erfolgt das Anlernen bei einfachen Qualitätssicherungsaufgaben vor Ort direkt im Job. Zusätzlich werden je nach Qualifikationsniveau kostenpflichtige Fortbildungslehrgänge unterschiedlicher Institute angeboten, mit welchen sich Qualitätsprüfer bis hin zum Qualitätsmanagement-Beauftragten weiterbilden können.

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Vorteile für Qualitätsprüfer bei Randstad

Wenn Sie sich einen der aussichtsreichen Jobs als Qualitätsprüfer bei Randstad sichern konnten, profitieren Sie von den vielen Benefits, welche wir für unsere Mitarbeiter bereithalten.

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Fragen und Antworten

Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Beruf des Qualitätsprüfers.

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