Effektiv im Homeoffice arbeiten

Homeoffice ist als Arbeitsplatz im privaten Wohnraum beziehungsweise als Heimarbeit definiert. Bei Arbeitnehmern, die von zu Hause aus arbeiten und über ein elektronisches Kommunikationsnetz mit dem Arbeitgeber verbunden sind, wird es auch als Telearbeitsplatz bezeichnet. Durch die Corona-Krise im Jahr 2020 hat das Arbeiten im Homeoffice an Bedeutung gewonnen und die Digitalisierung der Arbeitswelt einen Aufschwung erlebt. Doch nicht nur in Krisenzeiten bringt die Privatwohnung als Arbeitsplatz Vorteile mit sich.

Vorteile der Homeoffice-Arbeit

In den eigenen vier Wänden zu arbeiten bringt den großen Vorzug mit sich, dass der Arbeitsweg gespart wird. Je nach Länge des Wegs lassen sich so täglich sogar mehrere Stunden gewinnen, zudem fallen die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel oder Kraftstoffe weg. Darüber hinaus hat das Homeoffice aber noch viele weitere Vorzüge:

  • Flexibilität bei der Arbeitszeit
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Steuerliche Absetzbarkeit
  • Förderung der betrieblichen Vertrauensstruktur
  • Erhöhte Produktivität
  • Austausch über Videokonferenzen

Nachteile bei der Arbeit von zu Hause aus

Neben den Vorteilen gibt es aber auch Nachteile beim Homeoffice. Es kann schwierig sein, eine klare Grenze zwischen der Arbeit und dem Privaten zu ziehen. Ebenso wie im Büro ist im Homeoffice eine mindestens halbstündige Pause Pflicht, allerdings fällt es bei Heimarbeit nicht direkt auf, wenn ein Arbeitnehmer diese Erholungszeit nicht beachtet. Dadurch sinkt seine Konzentration und infolgedessen auch die Effektivität. Zu beachten ist, dass das gesamte Arbeitsschutzgesetz auch für das Homeoffice gilt. Weitere Nachteile bei der Arbeit von zu Hause aus sind:

  • Kein direkter Kontakt mit Kollegen 
  • Hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur und den Datenschutz bei Telearbeit
  • Keine geeignete Ausstattung im privaten Wohnraum

Während Selbstständige, die im Homeoffice arbeiten, in der Regel über ein Arbeitszimmer verfügen, hat nicht jeder Arbeitnehmer die passende Einrichtung. Während der Corona-Pandemie waren viele Arbeitnehmer aus Infektionsschutzgründen von zu Hause aus tätig, die Umstellung musste schnell erfolgen. So wurde teils der Küchentisch zum Arbeitsplatz, wenn kein Schreibtisch vorhanden war. Aus der ungünstigen Haltung aufgrund der schlechten Ergonomie resultieren schnell Rückenprobleme. Beim Homeoffice sollte stets eine geeignete Ausstattung vorhanden sein, um Rücken- und Nackenschmerzen vorzubeugen.

 

Verschiedene Formen der Telearbeit

Während Freiberufler oft im reinen Homeoffice arbeiten, das ihr regulärer Arbeitsplatz ist, gibt es bei der Telearbeit für Angestellte gemischte Formen. Arbeitet ein Mitarbeiter ausschließlich von zu Hause aus, wird dies Teleheimarbeit genannt. Ob beziehungsweise in welchem Umfang ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden kann, ist für den Einzelfall zu prüfen, da Angestellte anderen Vorgaben als Selbstständige und Freiberufler unterliegen.

Die alternierende Telearbeit setzt sich aus Arbeitszeit im Büro und zu Hause zusammen. Der Arbeitnehmer kann zwischen dem Homeoffice und dem Büroarbeitsplatz wechseln. Für Unternehmen bietet das den Vorteil, dass ein Arbeitsplatz im Büro von mehreren Mitarbeitern genutzt werden kann, was allerdings eine gründliche Organisation erfordert. 

Die mobile Telearbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sich der Arbeitsplatz sozusagen mit dem Arbeitnehmer bewegt. Vor allem für Branchen, in denen die Mitarbeiter oft unterwegs sind, zum Beispiel, um Kunden zu besuchen, ist diese Form der Telearbeit geeignet. In diesem Fall muss die IT-Infrastruktur des Unternehmens darauf ausgelegt sein, dass der Zugriff auf das Netzwerk mit den für die Arbeit notwendigen Daten von jedem Ort aus möglich ist.