6+1 Tipps gegen die Grippe am Arbeitsplatz

3. Dezember 2018

Auch wenn die klassische Impf-Saison schon abgelaufen ist: Bei der Grippe-Gefahr kann sie auch jetzt noch gute Vorbeugung liefern. Ansonsten mindern sechs praktische Tipps die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz und für Pendler.

Neun Millionen „influenzabedingte Arztbesuche“ hat das Robert Koch-Institut (RKI) für den „außergewöhnlich schweren“ Grippewinter 2017/18 in Deutschland registriert, zwei Millionen mehr als in den starken Grippejahren 2012/13 und 2014/15. „Die Schutzmöglichkeiten müssen besser genutzt werden“, so RKI-Präsident Lothar H. Wieler bei Vorlage des Influenza-Saisonberichts der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI).

6+1 wirksame Tipps gegen die Grippe

  • Als wertvollste Vorsorgemaßnahme gilt nach wie vor die Grippe-Schutzimpfung – trotz der von Saison zu Saison unterschiedlichen Wirksamkeit. Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich bereits in den Monaten Oktober oder November impfen zu lassen. Grund: Die jährliche Influenzawelle hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende begonnen. „Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist“, heißt es beim RKI. Von dort kommt aber auch Hinweis, dass es selbst zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle noch sinnvoll sein kann, die Impfung nachzuholen: „Schließlich ist nie genau vorherzusagen, wie lange eine Influenzawelle andauern wird.“
  • Schlicht, aber effizient ist der Tipp, sich stets gründlich mit Seife die Hände zu waschen. Nicht nur nach dem Besuch der Toilette, sondern nach längeren Aufenthalten in öffentlichen Räumen wie Kantine oder Nahverkehrszügen. Alternativ hilft das Tragen von Handschuhen, was ja auch der Wärme wegen willkommen ist. Die Empfehlung, „nie mit ungewaschenen Händen in die Nähe von Mund, Nase, Ohren kommen“, ist dagegen schwer zu beherzigen. Man denke nur an den Griff zur Kaffeetasse oder zum Taschentuch…
  • Woraus sich die logische Konsequenz ergibt: In der Grippe-Saison darf man aufs Händeschütteln getrost verzichten, ohne unhöflich zu wirken.
  • Gleichzeitig ist es ratsam, häufiger als sonst dort zu reinigen, wo sich Krankheitserreger ein schönes Leben machen: Tastaturen, Displays, Telefonhörer. Desinfektionssprays oder Essigreiniger räumen hier nachhaltig auf.
  • Abstandhalten zu Erkrankten verringert ebenfalls das Risiko, selbst krank zu werden. Für den Arbeitsplatz bedeutet das in erster Linie, dass man Kollegen, denen man ihre Grippe anmerkt, das Auskurieren zuhause nahelegt. Der sogenannte Präsentismus, also die selbst auferlegte Unverzichtbarkeit am Arbeitsplatz, wirkt sich gerade bei Infektionskrankheiten besonders schädlich aus – und verursacht letztlich genau das, was er zu vermeiden sucht: eine Schwächung der Produktivität. Vorgesetzte sind hier gefordert, aktiv zu handeln: Wer krank arbeitet, schadet dem Unternehmen.
  • Ebenfalls hilfreich: Die Nutzung von Gemeinschafts- und Meetingräumen aufs Wesentliche beschränken und, wenn möglich, auf Telefon- und Videokonferenzen ausweichen. Außerdem senkt es die Konzentration und die „Wellness“ von Krankheitserregern, wenn man diese Räume, genauso wie das (Großraum)Büro, regelmäßig lüftet und die Heizung nicht übermäßig aufdreht.
  • Wenn jemand während der Grippe-Welle Spaziergänge an der frischen Luft empfiehlt, dann geht es nicht ums „Spülen“ von Atemwegen und Lunge. Der Weg nach draußen wirkt dem Bewegungsmangel entgegen, dem wir in einer Art „Winterstarre“ häufig verfallen.

Hilfe durch Werks- und Betriebsärzte
Bei allen Fragen, die über diese Aspekte hinausgehen, wissen Betriebs- oder Werksärzte bestens Bescheid. Sie helfen in der Regel auch weiter, wenn der Versuch misslingt, kranken Kollegen den Weg zum Gesundwerden zu weisen. Viele Unternehmen haben entsprechende Programme in ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) integriert. Bei Randstad Deutschland steht das Werksarztzentrum Deutschland allen Mitarbeitern bei Gesundheitsfragen zur Seite.

 

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