Editorial Mai 2012

25. April 2012

von Hanna Daum, National Coordinator CSR von Randstad Deutschland

Von der Bedeutung des „integrare“

Das lateinische Wort „integrare“ bedeutet wiederherstellen, ergänzen. Wenn wir diese Wortbedeutung zur Erklärung des Begriffs „Integration“ nutzen, erkennen wir, dass wir mit den unterschiedlichsten Integrationsmaßnahmen und Programmen versuchen, etwas wieder herzustellen, etwas zu ergänzen. 

Bezogen auf unser Netzwerk von Integrationsmentoren bei Randstad unternehmen wir den Versuch, Mitarbeitern oder Bewerbern mit einem Migrationshintergrund eine Hilfestellung anzubieten. Zum Beispiel wenn ein Integrationsmentor dabei hilft, eine im Ausland erworbene berufliche Qualifikation in Deutschland anerkennen zu lassen. Das einmal Gelernte bestätigt zu bekommen und auf dem Arbeitsmarkt nutzen zu können – was bedeutet das für den Einzelnen? Die Wertschätzung seiner Person, Respekt für einen Teil seiner Lebensleistung, Bestätigung der eigenen Fähigkeiten. Damit ergänzen wir das Bild eines Menschen, der von der Gesellschaft aufgenommen werden möchte.

Nicht zu vergessen: Der Verzicht auf die berufliche Qualifikation wäre nicht nur volkswirtschaftlich schädlich, sondern würde uns auch die Chance nehmen, alle Talente eines Menschen zu erkennen und einzubringen.

Mit dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes zum 1. April 2012 hat der Gesetzgeber ein wichtiges und längst überfälliges Zeichen gesetzt. Der gesetzliche Anspruch auf Anerkennung einer im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikation ist ein wichtiger Baustein im Rahmen der Integration.

Unser Netzwerk von Integrationsmentoren werden wir weiter ausbauen, denn allein mit dem Inkrafttreten des Gesetzes ist es natürlich nicht getan. Die tägliche Arbeit der Mentoren zeigt uns, dass es noch jede Menge „wiederherzustellen“ und zu „ergänzen“ gibt.

Ihre Hanna Daum
National Coordinator CSR von Randstad Deutschland

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