Fünf Tipps für einen wasserdichten Personalplan

15. Juni 2018

Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen: das passende Personal zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu haben. Neue und wichtige Projekte nicht starten zu können, weil die richtigen Talente nicht verfügbar sind, ist frustrierend.

Der Konjunkturmotor brummt – und Unternehmen laufen immer mehr Gefahr, nicht schnell genug an wichtige Talente für Projekte zu gelangen. Verantwortliche machen die Gründe dafür häufig auf der Angebotsseite aus und verweisen auf Fachkräftemangel, den Wettbewerb oder auch auf ineffizientes Recruiting. Einen wichtigen Faktor aber gilt es nicht zu übersehen: Die Ursache für Personalengpässe liegt oft schon viel früher in der Kette, nämlich bei Fehlern in der Personalstrategie.

1. HR wird immer mehr zur strategischen Aufgabe

Unternehmen legen immer mehr Wert darauf, dass ihre Personalabteilungen eine strategische Position einnehmen und Personalpläne auf langfristige Geschäftsziele hin ausgerichtet werden. Diese Entwicklung nehmen auch die Personaler selbst wahr. 78% von ihnen sagen, Ziel ihrer Strategie sei es, einen messbaren Einfluss auf die Unternehmenszahlen zu haben. 2017 waren es noch lediglich 57%. Dieses rapide Umdenken dokumentiert die Studie „2018 Talent Trends“ von Randstad Sourceright, für die Personalverantwortliche weltweit befragt wurden.

2. Den kommenden Personalbedarf rechtzeitig vorhersehen

Einen umfassenden Personalplan zu entwerfen, der möglichst alle Bedarfe des Unternehmens abdeckt, ist keine leichte Aufgabe. Petra Timm, Director Group Communications bei Randstad Deutschland, erklärt die Herausforderung: „Die Personalplanung sollte zukünftige Herausforderungen schon erkennen, bevor sie eintreten. Dazu braucht HR Informationen aus anderen Geschäftsbereichen. Kennzahlen aus der Buchhaltung und Bestandsaufnahmen aus Forschung & Entwicklung können beispielsweise Trends zeigen, wohin sich das Unternehmen entwickeln wird.“

3. Personalabteilungen sollten Silodenken aufgeben

In den letzten Jahren hat die strategische Bedeutung von Personalabteilungen innerhalb ihrer Unternehmen zugenommen, so dass sie zunehmend über ihr „Silo“, also ihre Abteilungsgrenzen, hinausdenken. Dazu gehören langfristig ausgerichtete Personalpläne, die auf die Ziele der Geschäftsführung abgestimmt sind. Um diese aufzustellen, brauchen Unternehmen in Zukunft eine enge Verzahnung zwischen Personalwesen und Leitungsebene. Wenn die Geschäftsführung HR als strategischen Partner betrachtet, gelingt eine langfristige und vorausschauende Personalplanung.

4. Datengestützte Strategie ist auch in HR die Zukunft

Die intelligente Nutzung von Daten transformiert alle Abteilungen eines Unternehmens – auch das Personalwesen. Daten können helfen, die Konsequenzen der Personalstrategie vorher abzuschätzen und nachher zu messen. Vor allem die Vernetzung mit anderen Abteilungen eröffnet Zusatzinformationen, etwa Verkaufszahlen, Produktzyklen und Daten zum Kundenverhalten.

Das Personalwesen im Unternehmen wird somit vom stillen Auftragnehmer, der auf Anfrage Stellen besetzt, zum strategischen Herz der Unternehmen.

5. Langfristige Planung sichert den Erfolg

Die Talent Trends Studie von Randstad Sourceright zeigt, dass die Personalstrategie in Zukunft zum wesentlichen Bestandteil der Unternehmensstrategie wird. Daher können Personalabteilungen unternehmensintern durchaus selbstbewusst auftreten, denn sie tragen wesentlich zum Erfolg des Unternehmens bei, so Petra Timm: „Viele Unternehmen arbeiten mit Vierteljahresplänen, aber um Personal strategisch zu planen, braucht es einen darüber hinausgehenden Fokus. Mit dem Verständnis, wohin der Unternehmenskurs in den nächsten Jahren gehen wird, lässt sich erfolgreiches Talentmanagement langfristig garantieren.“

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