Personal statt Placebo

11. Juni 2012

Randstad Medical entwickelt innovative Konzepte gegen den wachsenden Fachkräftemangel beim medizinischen Personal.

„Das System der Gesundheitsversorgung ist in seiner gegenwärtigen Verfassung nicht zukunftsfähig“ – diese Erkenntnis hat sich mittlerweile auf breiter Front durchgesetzt. Dies liege allerdings weniger am wachsenden Kostendruck durch den demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt, ist Frank Eggert überzeugt, als vielmehr „am bereits kurzfristig absehbaren massiven Personalmangel sowohl bei Ärzten wie auch – und das noch dramatischer – bei den Fach- und Hilfskräften der Pflege“.

Alle Daten und Unterlagen, die der Manager Medical bei Randstad Deutschland in jüngster Zeit unter diesem Aspekt geprüft hat, belegen diesen Trend. Bis zum Jahr 2025 werden mehr als 200.000 Mitarbeiter in den nicht ärztlichen Gesundheitsberufen fehlen und gleichzeitig neue Berufsgruppen entstehen. Hier setzt Randstad Medical strategisch an und übernimmt mit dem Aufbau eines entsprechenden Angebots gesellschaftliche Verantwortung.

Trotz des allgemeinen Bewerbermangels im medizinischen Bereich ist es der vergleichsweise kleinen Spezialabteilung bei Randstad gelungen, im Verlauf des Jahres 2011 bei den Mitarbeitern stark zu wachsen. Dabei hat sich jeder Standort auf seinen Bewerber- und Kundenmarkt lokal eingestellt. „Dies ist auch notwendig, denn die Anforderungen rund um unsere Standorte sind noch sehr unterschiedlich“, berichtet Eggert. In Metropolen bestehe bereits ein Markt, der von unterschiedlichsten medizinischen Einrichtungen lebhaft nachgefragt werde. An kleineren Standorten bestünden unterschiedliche Schwerpunkte beim Bedarf, mal komme mehr Nachfrage aus dem Krankenhaussektor, mal aus der Altenpflege.

„Wir nehmen jede Gelegenheit wahr, um mit unseren Kunden über deren personellen und organisatorischen Herausforderungen in der Zukunft zu sprechen,“ sagt Eggert. „Dabei gehen wir auch über das Prinzip der Zeitarbeit hinaus. Denn wir wollen von unseren Kunden in dem immer enger werdenden Arbeitsmarkt nicht noch zusätzlich als Wettbewerber im Ringen um Fachkräfte verstanden wissen, sondern als aktiver und perspektivischer Partner, mit dem sich Ideen besprechen und in Programmen umsetzen lassen.“

Aus solchen Kundengesprächen heraus hat sich beispielsweise am Standort Mannheim eine von der Randstad Akademie geförderte und durch das Management Arbeitsmarktprojekte unterstützte Ausbildungsmaßnahme entwickelt. So hat Randstad Medical bereits für die Kliniken in der Metropolregion Rhein-Neckar Fachkräfte für die Sterilisation von OP-Geräten qualifiziert, einem für den Krankenhausablauf existenziellen Bereich.

„Stehen zukünftig weniger Fachkräfte zur Verfügung, dann sind neue Berufsgruppen gefragt wie Stations-Servicekräfte oder Versorgungsassistenten, die für eine zeitliche Entlastung der Krankenschwestern und -pflegern sorgen.“
Frank Eggert, Manager Medical bei Randstad Deutschland

Chancen für innovative Personalkonzepte sieht Eggert auch bei der Betrachtung von Tätigkeiten, die examinierte Pflegekräfte zeitlich unnötig belasten, weil sie pflegefremd oder patientenfern sind: „Stehen zukünftig weniger Fachkräfte zur Verfügung, dann sind neue Berufsgruppen gefragt wie Stations-Servicekräfte oder Versorgungsassistenten, die für eine zeitliche Entlastung der Krankenschwestern und -pflegern sorgen.“. Für diese Aufgaben Menschen zu identifizieren und Bewerber zu qualifizieren, das habe sich Randstad Medical ebenfalls zum Ziel gesetzt.

Das bisherige Echo auf das Angebot bestätigt bestätigt, wie richtig die Entscheidung war: „Unsere Kunden bestätigen uns heute bereits die positiv wahrgenommenen Unterschiede zu anderen Personaldienstleistern“, stellt Eggert fest. „Sie loben die Qualität unserer Mitarbeiter und schätzen unsere Initiativen und unser Engagement zur Verbesserung ihrer Situation.“

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