Tipp Recht: Ist die Teilnahme am Betriebssport versichert?

11. Juni 2012

„Grundsätzlich ja“, heißt es bei der zuständigen Unfallkasse des Bundes, „wenn der Betriebssport körperliche, geistige oder nervliche Belastungen durch die Arbeit ausgleicht (wenn also kein Wettkampfcharakter im Vordergrund steht, wie die Berufsgenossenschaften betonen; d. Red.), regelmäßig ausgeübt wird (mindestens einmal pro Monat), nach Art, Dauer und zeitlicher Lage den Ausgleichszweck berücksichtigt und wenn im Wesentlichen nur Angehörige des Unternehmens teilnehmen.“

Versichert sind demzufolge auch Wege im Zusammenhang mit dem Betriebssport. Der Betriebssport muss im Rahmen einer unternehmensbezogenen Organisation mit gestaltendem Einfluss durch das Unternehmen ausgeübt werden. Beispiele hierfür sind: die Bildung von Betriebssportgruppen, die Billigung und Förderung durch das Unternehmen oder Regelungen für Zeit, Ort und Ablauf der Übungen. Lose Zusammenkünfte einzelner Beschäftigter ohne eine solche organisatorische Einbindung sind nicht versichert. Betriebssportleiter berichten allerdings von stark interpretationsfähigen Formulierungen in den einschlägigen Vorschriften. Nimmt zum Beispiel eine Betriebssportmannschaft an einem Turnier teil, müssen auch alle anderen Mannschaften Firmenteams sein, damit der BS-Status erhalten bleibt. Oder: Da echter Betriebssport zur Arbeitszeit zählt, darf das Tagesmaximum von 10 Stunden Arbeit nicht überschritten werden.

Insider Tipp

Merkblatt der Bundes-Unfallkasse anfordern, aufmerksam lesen – und dann privat versichern.

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