Was macht eigentlich...

30. Juni 2008

...ein Regionaldirektor bei Randstad? Wir haben Sabine Zipser (41), verantwortlich für die Region Süd (Bayern und Baden-Württemberg), einen Tag lang über die Schulter geschaut.

Die Ergebnisse zahlreicher Studien zeigen: Das Arbeiten im Home-Office kann einen signifikanten Einfluss auf die Leistung der Mitarbeiter und damit die Produktivität haben. Dieser Zusammenhang besteht darin, dass Heimarbeiter tendenziell mehr Zeit mit den ihnen anvertrauten Arbeiten verbringen, weniger Pausen machen und grundsätzlich stärker konzentriert an Aufgaben herangehen.

Das klingt nicht nur für Arbeitgeber gut. Auch Arbeitnehmer schätzen laut einer Umfrage die Möglichkeit, ungestört arbeiten zu können und die größere Freiheit, sich den Arbeitstag selbst einteilen zu können. Insbesondere wenn es darum geht, Privat- und Berufsleben unter einen Hut zu bekommen, bietet sich das Arbeiten im Home-Office geradezu an.

Doch wenn das Heimarbeiten tatsächlich gelingen will braucht es besonders eines: Selbstdisziplin. Das gilt für das Festlegen und Einhalten von eigens gesetzten Arbeitszeiten genauso, wie für die Einrichtung des Arbeitsplatzes. Wer beim Arbeiten stetig die noch zu erledigende Hausarbeit vor Augen hat, neigt dazu alles gleichzeitig erledigen zu wollen. Aber auch anwesende Personen können das angestrebte ungestörte Arbeiten schnell zunichte machen. Feste Arbeitszeiten und eine klare Zieldefinition für den Arbeitstag können hier helfen. Ein ungestörter und ruhiger Arbeitsplatz, fernab des privaten Alltagstrubels ist nahezu Pflicht.

Home-Office stellt jedoch auch das Arbeiten im Team oder den Austausch mit den Kollegen vor neue Herausforderungen. Zwar ist die Gefahr, durch die täglichen Gespräche in der Kaffeeküche von der Arbeit abgelenkt zu werden deutlich geringer. Damit entfällt jedoch auch ein wichtiger Baustein für das soziale Miteinander im Büro. Um dem zu entgegnen ist jedem zu raten, eine gute Balance zwischen der Arbeit im Home-Office und der Anwesenheit im Büro zu finden. Wo das nicht geht, können regelmäßige Telefon- und Videokonferenzen und gelegentliche Events abseits des Arbeitsalltags helfen, im persönlichen Kontakt zu bleiben.  

6.00 Uhr

Der Wecker klingelt: Ich bin eine echte Frühaufsteherin. Auf den Wecker wird nicht nochmal draufgehauen. Nach Kaffee und Zeitungslektüre geht‘s schon ins Büro.

8.00 Uhr

Im Büro koordiniere ich meine Termine mit Babett Scholze, meiner Assistentin. Sie ist meine gute Fee, sie organisiert alle meine Termine, während ich auf Tour bin. Wenn mal ein Morgen im Büro angesagt ist, telefoniere ich zu 70 %, beantworte E-Mails und bereite meine Termine vor und nach.

10.00 Uhr

Los geht‘s! Sehr viel Zeit verbringe ich im] Dienstwagen. Er ist inzwischen ein mobiles Büro für mich geworden. Zum Glück kann ich ja mit meinem Blackberry die Arbeit auch mal von unterwegs erledigen. Ich bin gerne unterwegs – schon zwei Tage am Stück im Büro sind für mich eher die Ausnahme.

11.00 – 17.00 Uhr

Ich besuche Kunden und gehe danach meist noch in die Niederlassungen vor Ort. Dort besprechen wir Dinge, die demnächst anstehen bzw. Themen, die aus dem Markt kommen. Am Nachmittag stehen oft Gespräche mit meinen Mitarbeitern und Besprechungen an, zum Beispiel mit dem Betriebsrat oder auch Regionalmeetings.

18.00 Uhr

Gegen 18 Uhr (bei Veranstaltungen oder langen Terminen natürlich auch später): Ich genieße mein Familienleben mit meinem Mann und meiner Tochter, lese viel oder gehe in den Weinbergen rund um Heilbronn walken.

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