„Wenn ich groߟ bin, werde ich Hartz IV“

31. Mai 2009

Jährlich gehen über 80.000 Schüler ohne Abschluss von der Schule ab. Um einigen beim Entdecken ihrer Begabungen zu helfen, hat Randstad das Projekt „Du bist ein Talent“ ins Leben gerufen.

Die schwierige Ausgangssituation für Hauptschüler wird durch den zweiten nationalen Bildungsbericht bestätigt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass vier von zehn Jugendlichen mit Hauptschul- beziehungsweise ohne Abschluss auch zweieinhalb Jahre nach Verlassen der Schule noch keinen Ausbildungsplatz haben.

Randstad nimmt sich dieses gesellschaftlich relevanten Themas an und bringt seine Kernkompetenz dort ein, wo sie jungen Menschen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt hilft. Ziel des Programmes ist es, Abschlussquoten zu erhöhen und die Berufsfähigkeit der Jugendlichen zu steigern. Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler erfolgt durch Führungskräfte von Randstad Deutschland aus den Niederlassungen. Sie stehen während des gesamten Projekts als feste Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Kompetenzpass

Die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Hauptschulen lernen vom 7. bis zum 9. bzw. vom 8. bis zum 10. Schuljahr in speziellen Unterrichtseinheiten unterschiedliche Berufsbilder und Formen der Arbeit kennen. Bewerbungstrainings, Betriebsbesichtigungen, der Kontaktaufbau zu Unternehmen und die Vermittlung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen runden die Patenschaften ab. Ergänzt wird das Projekt durch einen Kompetenzpass, der die außerschulischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler – etwa im Rahmen von Freiwilligenarbeit – dokumentiert.

„Wir versuchen den Schülern zu vermitteln, dass es auch andere Ausbildungsplätze für Hauptschulabsolventen gibt als Verkäufer oder eine Ausbildung bei einem Friseur. Und wir zeigen den Kindern auf, welche Berufe sie ergreifen können“, so Claudia Nies, Projectmanager bei Randstad. „Inzwischen bin ich sehr froh, wie gut unsere gemeinsame Arbeit läuft. Es gibt so viel Nachfrage für das Projekt. Deshalb suchen wir auch ständig Unternehmen, die für weitere Schulpartnerschaften Betriebsführungen, Praktika und Ausbildungsplätze für die Schüler anbieten“, so Nies weiter.

Echte Perspektiven bieten

In Köln ist die Partnerschule des Projekts die Gemeinschaftshauptschule Reutlinger Straße. Schulleiterin Otti Kühn-Stegmann ist sehr zufrieden mit der Resonanz auf „Du bist ein Talent“: „Unsere achte Klasse hat das Projekt sehr gut angenommen. Die Schüler erkennen, dass es eine echte Chance darstellt. Die Kinder sind wie verändert durch das Projekt – sie machen sich Gedanken über verschiedene Berufe und ihre Zukunft und sind offen für Vorschläge der Randstad Mitarbeiter.“ „Natürlich sind die Erwartungshaltungen der Schüler teilweise sehr hoch. Aber wir vermitteln den Schülern gut, was alles für die verschiedenen Berufe notwendig ist“, so Susanne Wollscheid von Randstad, die an der Gemeinschaftshauptschule schon im Rahmen des Projekts „unterrichtet“ hat. „Vielen von ihnen zeigen wir echte Perspektiven auf“, so Wollscheid.

Neben der Gemeinschaftshauptschule Reutlinger Straße in Köln gibt es momentan noch sieben weitere „Du bist ein Talent“-Patenschaften. Die Gustav-Sieber-Schule in Tamm bei Ludwigsburg, die Haupt- und Realschule Allermöhe in Hamburg, die Erich-Kästner-Schule in Augustdorf, die Lerchenrainschule in Stuttgart, die Greenwich-Oberschule Berlin, die GHWRS Obereschach in Ravensburg sowie die Schule am Hölkeskampring in Herne.

Der CSR- Bericht: Gesellschaftliche Verantwortung

Das Projekt „Du bist ein Talent“ findet auch Niederschlag im aktuellen CSR-Bericht (Corporate Social Responsibility) von Randstad, der gerade erschienen ist. Im CSR-Bericht wird das große gesellschaftliche Engagement von Randstad vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Talenten. Die Vision: Jeder Mensch tut das, was er am besten kann. Randstad Geschäftsführerin Heide Franken: „Ich bin überzeugt, dass dieses Engagement die Möglichkeit bietet, zu gestalten. Wenn wir uns als Unternehmen aktiv einbringen, gestalten wir auch aktiv mit. Wenn wir uns heute um Jugendliche an Hauptschulen kümmern und sie im Rahmen ihres Berufsfindungsprozesses schon in der Schule begleiten, stellen wir sicher, dass diese jungen Talente ihren Platz im Arbeitsmarkt finden und Randstad für sie immer ein Partner in Fragen rund um die Themen Arbeit und Qualifizierung sein wird. Diese jungen Menschen sind dann nach ihrer Ausbildung oder zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht unsere Arbeitnehmer von morgen.“ Im CSR-Bericht werden noch viele weitere Projekte beschrieben, die Randstad in Deutschland initiiert und unterstützt hat.

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