Wie Sie durch Employer Branding Talente binden können

4. Mai 2018

Liebe HR-Manager: Ihr Unternehmen hat bereits eine Arbeitgebermarke, ob Sie wollen oder nicht. Bewerber können sich innerhalb von Sekunden online ein Bild ihres potenziellen neuen Arbeitgebers machen. Wie können Unternehmen selbst eine positive Arbeitgebermarke aufbauen?

Employer Branding

Schon wenige negative Bewertungen von Mitarbeitern oder Bewerbern reichen aus, um eine Arbeitgebermarke in den Augen potenzieller Bewerber zu beschädigen: Eine Studie des Portals Glassdoor ergab, dass 95 % der Bewerber Online-Bewertungen in ihre Arbeitgeberwahl einfließen lassen. Unternehmen sollten sich daher fragen, ob sie ihre Arbeitgebermarke durch andere definieren lassen wollen – oder ob sie sie durch gezieltes Employer Branding selbst in die Hand nehmen wollen.

1. Den aktuellen Stand der Arbeitgebermarke kennen

Der erste Schritt für Unternehmen, die ihr Employer Branding stärken möchten, ist eine schonungslose Bestandsaufnahme. Lesen Sie sich die Online-Bewertungen von Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern aufmerksam durch, um zu verstehen, was diese über ihren Arbeitgeber zu sagen haben.

Mitarbeiter sind eine wertvolle Ressource, wenn es um die Arbeitgebermarke geht. Niemand sonst kennt das Unternehmen so gut. Neue Bewerber, aktuelle Mitarbeiter und auch Arbeitnehmer, die das Unternehmen verlassen, sollten nach ihren Erfahrungen gefragt werden. Daraus ergibt sich ein Gesamtbild der Unternehmenskultur aus Mitarbeitersicht.

2. Ziele für das Employer Branding setzen

Aus der Bestandsaufnahme ergeben sich bereits erste Anhaltspunkte und Zielvorgaben für die kommende Employer Branding Strategie. Welche Potenziale liegen in der aktuellen Arbeitgebermarke? Wo besteht Optimierungsbedarf? Unternehmen sollten die Ziele für ihre neue Arbeitgebermarke so definieren, dass sie einerseits authentisch bleibt und mit der Realität übereinstimmt, andererseits aber auch für Talente in der modernen Arbeitswelt attraktiv wird.

3. Mehrwerte für Bewerber entwickeln

Eine erfolgreiche Arbeitgebermarke basiert auch auf guten Argumenten für Bewerber. Sie sollte Bewerbern überzeugend erklären, warum sie für das Unternehmen arbeiten sollten. Employer Branding muss also die Faktoren betonen, die das Unternehmen einzigartig machen. Dadurch hebt sich ein Arbeitgeber von der Konkurrenz ab.

Wenn Mehrwerte für Kandidaten realistisch, aber überzeugend formuliert und dargelegt sind, kann Ihr Unternehmen Bewerber anziehen, die nicht nur qualifiziert sind, sondern auch die Unternehmenskultur vertreten, die Ihr Employer Branding vertritt.

4. Employer Branding als unternehmensübergreifende Strategie verstehen

Employer Branding ist keine zeitlich oder räumlich begrenzte Aktion. Die Arbeitgebermarke sollte mit der allgemeinen Unternehmensmarke übereinstimmen und die Werte und Ziele des Unternehmens abbilden. Unternehmens- und Arbeitgebermarke erfolgreich miteinander zu verbinden, erfordert die Mitarbeit aller Management-Ebenen.

5. Kontinuierliche Weiterentwicklung

Eine gute Arbeitgebermarke ist kein Selbstläufer. Was heute Talente anzieht, ist für die Bewerber von morgen vielleicht schon nicht mehr überzeugend. Die Studie Randstad Employer Brand Research dokumentiert seit 17 Jahren detailliert, welche Faktoren für Arbeitnehmer und Bewerber wichtig sind. Sie zeigt: Genau wie die Arbeitswelt entwickeln sich auch die Anforderungen an gutes Employer Branding kontinuierlich weiter.

Unternehmen sollten ihr Employer Branding also regelmäßig auf den neuesten Stand bringen, indem sie Informationen zum Stand der Arbeitgebermarke sammeln und ihre Ziele und ihre Maßnahmen entsprechend anpassen.

Fazit: Employer Branding erzeugt Mehrwerte für Arbeitgeber

Arbeitgeber, die einen fundiert guten Ruf genießen, können auf einen größeren Bewerberpool zugreifen und qualifizierte Bewerber besser überzeugen. Außerdem haben sie es leichter, Mitarbeiter zu binden und zu halten. Dazu müssen sie wissen, welche Faktoren für die Arbeitgeberwahl wichtig sind. Die aktuelle Studie Randstad Employer Brand Research, die Einblicke in die Bedürfnisse der Arbeitnehmer gibt, wird am 8. Mai in Stuttgart vorgestellt. Dabei werden die besten Arbeitgeber Deutschlands mit den Randstad Awards ausgezeichnet.

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