Auch die Lohnsteuerkarte wird elektronisch

22. Januar 2010

Ab 2011 wird die bisherige Lohnsteuerkarte aus Papier vollständig durch die Steuer-Identifikationsnummer ersetzt.

Jeder Bürger bekommt eine persönliche Taxification Identification Number (TIN), die aus 11 Ziffern besteht, und die ab der Geburt bis zum Tod gültig ist. Diese Nummer wird von sämtlichen Behörden, wie z. B. dem Finanzamt, für die Abwicklung von Anträgen oder Mitteilungen verwendet. Bereits Anfang 2008 wurde mit der Verteilung der Steueridentifikationsnummern begonnen.

Zusammen mit der TIN werden der Name, die Geburtsdaten, die aktuelle Adresse, der akademische Grad und die jeweilige Finanzbehörde gespeichert. Im Sterbefall wird sogar der Todestag auf der „elektronischen Steuerkarte“ festgehalten, da die Karte noch bis zu 20 Jahren nach Ableben einer Person gültig sein kann.

Durch den Einsatz der Steuer-Identifikationsnummern soll bürokratischer Aufwand von Ämtern und Unternehmen reduziert werden. Denn auch Arbeitgeber haben zukünftig Zugriff auf die elektronisch gespeicherten Daten, um beispielsweise die Lohnsteuer ihrer Angestellten berechnen zu können.

Mit der elektronischen Lohnsteuerkarte hofft man zudem, Lohnsteuerhinterziehungen besser unter Kontrolle zu bekommen. Trotz allem ist der Einsatz der TIN nicht unumstritten, da nicht eindeutig geregelt ist, welche Einrichtungen wie und wann darauf zugreifen dürfen.

Offizielle Informationen über die elektronische Lohnsteuerkarte finden Sie beim Bundesfinanzministerium

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