Fachkräfte werden dringend gesucht

10. September 2010

Qualifizierte Akademiker, Fachwirte, Meister – sie sind in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs oft vergeblich gesucht.

Die Krise ist gerade vorbei, Betriebe sind wieder bereit, Mitarbeiter einzustellen, schon treten neue Schwierigkeiten auf: 70 Prozent der deutschen Unternehmen haben große Probleme passendes, gut ausgebildetes Personal zu finden.

Besonders Ingenieure sind stark nachgefragt. Eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ergab, dass gerade der Ingenieurnachwuchs in unserem Land immer weniger wird. Zum einen wegen des fehlenden Interesses von Frauen an technischen Berufen – nur etwa 15 Prozent der Ingenieure sind weiblich. Zum anderen weil die ausländischen Absolventen oft wieder in ihre Heimatländer zurückgehen, häufig aus bürokratischen und rechtlichen Gründen. Auch die demographische Situation ist ein weiterer wichtiger Faktor. Obwohl knapp über drei Prozent der deutschen Arbeitnehmer als Ingenieure tätig sind, fehlen dem Arbeitsmarkt trotz allem noch fast 40.000.

Jedoch auch bei der Suche nach Akademikern anderer Fachrichtungen sowie nach Fachwirten und Meistern haben Unternehmen teilweise große Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden: Jedes zweite Unternehmen kann momentan seine, bestimmte Qualifikationen fordernden Stellen nicht besetzen. Für die kommenden Jahre rechnen laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) 43 Prozent der Betriebe damit, dass auch andere Berufsgruppen schwierig zu besetzen sein werden. Die demographische Entwicklung spielt auch hier wieder eine große Rolle.

investor relations