Bewerbungsgespräche am Telefon

17. Dezember 2010

Um aus eingegangenen Bewerbungsunterlagen bereits eine Vorauswahl zu treffen, sparen Telefoninterviews dem Personaler Zeit und Aufwand.

Jede Stellenausschreibung bringt einen großen Stapel an eingehenden Bewerbungen mit sich. Jede Bewerbung muss gesichtet, für gut oder für schlecht befunden werden. Der (meist) kleinere, gute Stapel wird nochmals genau geprüft, um anschließend eine Auswahl zu treffen, welche Bewerber zum persönlichen Gespräch eingeladen werden.

Häufig steht in Bewerbungsunterlagen einiges drin, das nicht den Tatsachen entspricht. Viele Unternehmen machen es sich deshalb inzwischen einfacher: Sie rufen die Bewerber an, bevor sie sie zum Gespräch einladen und fühlen auf diese Weise schon mal vor. Sie lassen sich am Telefon Fragen zur Person des Bewerbers, zum Werdegang, den Gründen für die Bewerbung und die Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle beantworten. Es können auch kleine „Stresstests“ durchgeführt werden, bei denen der Bewerber spontan und flexibel reagieren muss.

Telefoninterviews können zuvor angekündigt und mit Termin und Uhrzeit vereinbart werden oder als Überraschungsanruf erfolgen. So erhält der Personaler einen zweiten Eindruck der Person, die sich um eine Stelle im Unternehmen bemüht. Und dieser Eindruck ist in der Regel um ein Vielfaches aufschlussreicher als die eingereichten Unterlagen. Auch wenn das Vorabtelefonat nicht mit hundertprozentiger Sicherheit den perfekten Kandidaten zum Vorschein bringt – die Chance ist groß, dass die Bewerbung mit der Realität übereinstimmt.

Manche Personaler nutzen mittlerweile für das Bewerber-Recruiting die Online-Medien und führen sogar ihre Bewerbungsgespräche via Skype oder ähnliche Kommunikationskanäle.

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