IT-Branche gegen Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz

28. Januar 2011

Sollte die private Nutzung von Twitter, Facebook und Co. am Arbeitsplatz erlaubt sein oder nicht? Führungskräfte aus dem IT-Bereich sind mehrheitlich dagegen.

Die Meinungen darüber, ob Arbeitnehmern die Nutzung ihrer privaten Twitter-, Facebook-, XING- oder ähnlicher Accounts am Arbeitsplatz erlaubt sein soll, gehen weit auseinander. Trotz allem spricht sich die Mehrheit der Fach- und Führungskräfte aus der IT-Branche für ein Verbot aus. Auch das Verhalten mancher Social-Media-Dienste wird kritisch gesehen.

Die Nationale Initiative für Informations- und Internetsicherheit e. V. (NIFIS) befragte für die Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2011“ zu diesem Thema 100 Fach- und Führungskräfte aus dem IT-Bereich.

40 Prozent der Studienteilnehmer waren klar dagegen. Die Nutzung der Social-Media-Dienste wäre ausschließlich Privatsache und gehöre nicht an den Arbeitsplatz. Weitere 26 Prozent sahen große Risiken für das Unternehmen, wenn Mitarbeiter solche Dienste vor Ort in Betrieb nahmen und waren für eine Sperrung der Dienste.

Dass Social Media auch Vorteile haben kann, befanden nur 34 Prozent. Sie begründeten ihre Meinung durch die Möglichkeit des schnellen Austausches von Informationen – und das nütze unter Umständen sogar dem Unternehmen.

Die Frage wie Facebook, Twitter oder auch Google datenschutzrechtlich zu bewerten seien teilte die Ansichten grob in zwei Hälften: 52 Prozent sagten eindeutig, dass sich niemand beschweren dürfe, der freiwillig „teilnimmt“. Die anderen 44 Prozent forderten klare Regelungen zum Schutz der persönlichen Daten der Internetnutzer.

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