Karneval und Fasching: Was ist arbeitsrechtlich zu beachten?

4. März 2011

Sie haben wieder begonnen, die tollen Tage – doch Rechte und Pflichten für Arbeitgeber und -nehmer bestehen trotzdem.

Die einen nennen es Karneval, die anderen sagen dazu Fasching. Gemeint ist dasselbe, und beides Mal sind arbeitsrechtliche Regelungen während der „tollen Zeit“ zu beachten. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Dr. Nicolai Besgen, erläutert diese ausführlich in seinem Beitrag auf handwerksblatt.de.

Ob nun Weiberfastnacht, Rosenmontag oder Faschingsdienstag: Gearbeitet werden muss trotzdem. Es sei denn, man hat rechtzeitig Urlaub eingeplant und diesen auch genehmigt bekommen. In vielen Betrieben ist es bereits auch zur Gewohnheit geworden, dass an einem dieser Tage nicht gearbeitet wird. Wurde diese Maßnahme in drei aufeinanderfolgenden Jahren durchgeführt, dann wurde es zur „betrieblichen Übung“ und kann vom Arbeitgeber nicht ohne weiteres wieder geändert werden. Dann haben die Mitarbeiter auch künftig das Recht, an diesem Tag frei zu haben. Wohnt man allerdings im Rheinland beziehungsweise in der Mainzer Gegend hat man unter Umständen noch mehr Glück – denn dort ist es teilweise sogar tarifvertraglich geregelt, dass der Rosenmontag ein arbeitsfreier Tag ist.

Möchten Arbeitnehmer das Geschehen auf der Straße dennoch live mitverfolgen, dürfen sie neben der Arbeit ein Radio hören, sofern es weder Kollegen noch Kunden stört. Fernsehen oder das Anschauen von Live-Streams im Internet lenken jedoch am Arbeitsplatz zu sehr ab und können im Zweifel ein Kündigungsgrund sein.

Auch der Alkoholkonsum am Arbeitsplatz sollte während der tollen Tage das normale Maß nicht überschreiten. Ist zu anderen Anlässen, wie einem Geburtstagsumtrunk oder ähnlichem, ein Glas Sekt im Betrieb erlaubt, dann ist das auch am Rosenmontag durchaus in Ordnung. Trotzdem dürfen weder die Sicherheit im Betrieb noch die Leistungen der Mitarbeiter gefährdet oder eingeschränkt sein.

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