Trumpf: Mitarbeiter entscheiden selbst, wie viel sie arbeiten wollen

27. Mai 2011

Neue Gestaltungsmöglichkeiten persönlicher Arbeitszeiten und -abläufe werden immer wichtiger – die Firma Trumpf mach es mit einem Pilotprojekt vor.

40 Wochenstunden oder nur 15? Oder doch lieber wie bisher 35 Stunden in der Woche arbeiten? Vor dieser Entscheidung stehen bald die 4.000 Mitarbeiter der Firma Trumpf. Der Werkzeugmaschinenbauer aus Ditzingen möchte ab Januar 2012 über eine Laufzeit von fünf Jahren ein Projekt starten, bei dem die Belegschaft selbst über ihre vertragliche Arbeitszeit bestimmen darf.

Die IG Metall begrüßt das Vorgehen sehr. Denn nach Meinung von Hans Baur, dem IG-Metall-Chef aus Stuttgart, werde es „einen Kulturwandel bei den Führungskräften geben müssen“. Das heißt, dass niemand aufgrund einer freiwillig verkürzten Wochenarbeitszeit Einbußen hinsichtlich seiner Laufbahnentwicklung zu fürchten haben sollte.

Bei Trumpf können die Mitarbeiter sich nun für die kommenden zwei Jahre auf eine längere, eine kürzere oder eben eine gleichbleibende Wochenarbeitszeit festlegen. Nach dieser Zeit haben sie die Möglichkeit, neu zu entscheiden, wie lange sie arbeiten wollen. Darüber hinaus ist ihnen eine Beschäftigungsgarantie bis 2016 sicher. Ein sogenanntes „Familien- und Weiterbildungskonto“ ermöglicht den Beschäftigen von Trumpf zudem, Stunden anzusammeln und sie zu einem späteren Zeitpunkt gegen freie Zeit einzutauschen, beispielsweise für ein Sabbatical.

Weitere Details zu diesem Modellversuch erläutert die FAZ auf ihrer Internetseite in dem Artikel Trumpf schneidert Arbeitszeiten nach Maß.

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