Arbeitgeber muss Kosten für Bildschirmbrille übernehmen

22. Juli 2011

Die Arbeit am PC erfordert häufig spezielle Sehhilfen, die der Arbeitgeber den Mitarbeitern zur Verfügung stellen muss.

Stundenlanges starren auf einen Bildschirm ist anstrengend: Die Augen werden müde und fangen an zu tränen, und auch Kopf- oder Nackenschmerzen sind oftmals eine weitere Folge von PC-Tätigkeit am Arbeitsplatz. In vielen Fällen sind eine fehlende oder nichtausreichende Sehhilfe sowie die damit verbundene falsche Sitzhaltung der Grund für diese Unannehmlichkeiten.

Laut Bildschirmarbeitsverordnung hat jeder Arbeitnehmer mit Bildschirmarbeitsplatz – sofern eine Untersuchung der Augen gemäß § 5/Anhang der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge die Notwendigkeit belegt – das Recht auf eine Bildschirmbrille. Eine solche Sehhilfe gehört in diesem Fall zur persönlichen Schutzausrüstung des Arbeitnehmers. Eine Bildschirmbrille wird individuell auf die Arbeitsanforderungen eingestellt und ermöglicht scharfes Sehen auf eine Entfernung von 50 bis 100 Zentimetern.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Kosten für eine vom Augenarzt verschriebene Bildschirmbrille zu übernehmen. Damit ist er auch Eigentümer der Brille – und überlässt sie dem Angestellten ausschließlich zur Nutzung am Arbeitsplatz. Sollte der Träger der Brille allerdings Sonderwünsche bezüglich Form und Farbe des Gestells anmelden, hat dieser die Möglichkeit, die Extrakosten selbst zu bezahlen.

investor relations