Psychische Erkrankungen zählen mit zu den häufigsten Ursachen für Fehltage

31. August 2011

Der Fehlzeiten-Report 2011 steht im Sinne der „Führungsaufgabe Gesundheit“ und gibt Tipps, wie diese in der Praxis aussehen kann.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) bringt jedes Jahr – in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik in Berlin – den Fehlzeiten-Report heraus. In diesem Jahr wird die Gesundheit als Aufgabenfeld von Führungskräften betrachtet. Dazu wurden unter anderem Daten von AOK-Versicherten und Befragungen von Mitarbeitern aus 147 Unternehmen unterschiedlicher Branchen ausgewertet.

Von Seiten der Angestellten ging hervor, dass die gesundheitliche Situation am Arbeitsplatz deutlich verbessert werden könnte, wenn sich der Vorgesetzte mehr für seine Mitarbeiter einsetzen würde. Dieser Meinung waren mehr als 35 Prozent der Befragten. 62,4 Prozent wünschten sich dabei mehr Rückmeldung bezüglich ihrer Arbeit und 54,5 Prozent wollten gerne öfter mal ein Lob hören. Aber nicht nur die Mitarbeiter, auch die Führungskräfte waren mit ihrer Situation unzufrieden: Sie bemängelten den Zeitdruck und die Quantität ihrer Arbeit. Oftmals gingen sie auch im Krankheitsfall zur Arbeit, ohne ausreichend auskuriert gewesen zu sein.

Obwohl sich der Krankenstand an sich im vergangenen Jahr gegenüber 2009 kaum verändert hat, stieg die Krankheitsdauer wieder an – im Schnitt auf 17,6 Tage.  Neben Erkrankungen der Atemwege, des Skelett- und Muskelapparats, der Verdauung sowie Krankheiten aufgrund von Verletzungen, waren psychische Probleme mit 9,3 Prozent die häufigste Ursache für Fehltage. Im Vergleich zu 1994 stiegen die Fälle von Erkrankungen der Psyche um über 100 Prozent an.

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