Dienstfahrrad statt Dienstwagen

11. Januar 2013

Die Finanzminister der Länder haben beschlossen, das Fahrräder, die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, steuerlich wie Dienstwagen zu betrachten sind.

Ab sofort – und auch rückwirkend für 2012 – können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern anstatt eines Dienstwagens ein Dienstfahrrad zur Verfügung stellen. Das haben die Länder-Finanzminister entschieden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V. (ADFC) begrüßt das, hat er sich doch sehr für die steuerliche Gleichstellung eingesetzt.

Die Entscheidung der Minister spornt sowohl  Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer an, das Fahrrad als Dienstfahrzeug zu betrachten. Für Arbeitnehmer, die einen kurzen Anfahrtsweg haben (dazu zählen Wege bis zu zehn Kilometer) bietet sich der Drahtesel durchaus als Alternative zum Dienstwagen an.

Fahrradfahrende Mitarbeiter dürfen nach der neuen Regelung ihr Rad oder E-Bike nun auch privat nutzen, ohne jeden Kilometer angeben zu müssen. Sie versteuern lediglich jeden Monat ein Prozent des Anschaffungspreises des Fahrrads als geldwerten Vorteil (siehe Rechenbeispiel von Spesen-Ratgeber). Das entspricht der Ein-Prozent-Regelung, die auch für Dienstwagen angewendet wird.

Dienstfahrräder haben gegenüber herkömmlichen Dienstfahrzeugen sogar Vorteile. Sie helfen nicht nur, die Umwelt zu schonen und die täglichen Staus auf den Straßen zu reduzieren – sie bieten ihren Nutzern zugleich Bewegung und frische Luft!

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