Regelung von Teilzeitarbeit

24. Juli 2013

Beim Abschließen von Teilzeitverträgen gilt es laut Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) Verschiedenes zu beachten.

Immer mehr Arbeitnehmer möchten für eine bestimmte Weile nicht mehr Vollzeit arbeiten, beispielsweise anlässlich Betreuung der Kinder oder der Pflege Angehöriger. Zwar betrifft es in der Regel Frauen, aber auch Männer sind zunehmend interessiert daran, ihre Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren. Dabei gilt es gemäß TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz) einiges zu beachten.

Zunächst einmal muss das Arbeitsverhältnis bereits länger als sechs Monate bestehen. Der Wunsch nach Verringerung der Arbeitszeit soll mindestens drei Monate vor geplantem Beginn der Teilzeitarbeit, unter Angabe der Verteilung der Stunden, beantragt werden. Soweit keine betrieblichen Gründe entgegenstehen, hat der Arbeitgeber dem Antrag zuzustimmen. Dagegen sprechen würde die Beeinträchtigung der Arbeitsabläufe, die Sicherheit im Betrieb oder die Entstehung zu hoher Kosten. Eine weitere Voraussetzung für Anspruch auf Arbeitszeitverringerung ist die Betriebsgröße von mindestens 15 Beschäftigten.

Wird dem Wunsch nach Teilzeit entsprochen, hat der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf seinen bisherigen Arbeitsplatz, falls dieser dafür nicht geeignet ist. Eine Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu behalten, wäre Arbeitsplatzteilung (der randstadkorrespondent berichtete: Jobsharing: Wenn sich Arbeitnehmer eine Stelle teilen).

Möchte ein Arbeitnehmer allerdings von der Teilzeitbeschäftigung wieder zurück zu seiner Vollzeitstelle, hat er nicht zwingend Anspruch darauf. Hierzu besteht bislang noch keine gesetzliche Grundlage. Der Arbeitnehmer kann jedoch bei Neubesetzung von Stellen innerhalb des Betriebs, um Berücksichtigung seines Anliegens bitten.

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