Introvertiertheit ist kein Makel

13. August 2013

Es gibt Menschen, die fühlen sich in Gesellschaft vieler Leute unbehaglich. Sie sind eher schüchtern und stehen nicht gerne im Mittelpunkt. Doch Introvertierte haben andere Stärken.

Bereits im Kindesalter entwickeln wir uns zu extro- oder introvertierten Menschen. Erstere sind laut, bringen sich überall ein und haben einen großen Freundeskreis. Zweitere dagegen sind gerne für sich allein, schauen sich aus sicherer Entfernung in Ruhe alles an – und hauen nur dann mal auf den Putz, wenn sie die Leute um sich und die Umgebung gut kennen. Im ersten Moment erscheinen introvertierte Personen langweilig oder sogar desinteressiert.

Zwar verliert sich bei dem ein oder anderen die extreme Tendenz in Richtung der Ex- oder der Introvertiertheit im Laufe der Zeit. Doch komplett ins Gegenteil ändert sich selbst im Erwachsenenalter kaum jemand. Das kann auch auf das Berufsleben Einfluss haben. Jemand, der von sich überzeugt ist und seine Gedanken nach außen hin offen kommuniziert wird ganz anders wahrgenommen, als einer, der seine Meinung und Ideen nicht in alle Richtungen kundtut, sondern seine Arbeit lieber in Ruhe und für sich alleine erledigt. Egal zu welchem Menschenschlag man gehört – also, zu den Ex- oder den Introvertierten – fühlt man sich in Gesellschaft seinesgleichen in der Regel sehr viel wohler.

„Leise Menschen – starke Wirkung“, so bringt Sylvia Löhken die Introvertiert in ihrem gleichnamigen Buch auf den Punkt. Löhken ist Coach für leise Menschen. Sie hilft ihnen „ihr Zusammenleben mit anderen, ihre Karriere und ihre Kommunikation so zu gestalten, dass sie sich wohl und am richtigen Platz fühlen“, steht auf ihrer Website. Darüber hinaus hält sie viele Vorträge zu den Themen Extrovertiertheit und Introvertiertheit und gibt unter anderem Führungskräften Unterstützung im Umgang mit introvertierten Mitarbeitern.

Für die Autorin sind introvertierte Personen jedoch auch gute Vorgesetzte. Weil sie gut zuhören können, sich nicht in den Mittelpunkt stellen und sehr emphatisch sind. Sie selbst zählt sich übrigens auch zu dieser Sorte Mensch.

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