Keine Gleichbehandlungspflicht für Haustiere im Büro

4. April 2014

Jahrelang durfte eine Frau ihren Hund mit zur Arbeit nehmen. Durch eine aggressive Verhaltensänderung des Tieres erteilte der Arbeitgeber dem Tier Hausverbot. Die Besitzerin wehrt sich dagegen vor Gericht.

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat die Klage einer Hundebesitzerin gegen das vom Arbeitgeber ausgesprochene Hausverbot für ihren Hund abgewiesen. Die Besitzerin war zuvor schon im September 2013 mit der Klage vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf gescheitert.

Die Angestellte einer Werbeagentur hatte den Hund von der Tierhilfe aus Russland bekommen und ihn bereits über drei Jahre mit ins Büro nehmen dürfen. Doch nachdem das Tier laut Aussage des Arbeitgebers ein nicht mehr tragbares Verhalten an den Tag legte, wurde ihr das Mitbringen des Hundes untersagt.

Die Beweisaufnahme stellte fest, dass der Arbeitsablauf gestört wurde und sich die Mitarbeiter der Hundebesitzerin bedroht fühlten. Das führte so weit, dass sich Kollegen nicht mehr trauten, das Büro der Klägerin zu betreten. Der Arbeitgeber bezeichnet den Hund als zutiefst traumatisiert und sein Verhalten als sozial gefährlich und territorial. Darüberhinaus wurde sich über eine Geruchsbelästigung durch das Tier beschwert.

Die Klägerin beruft sich auf den Grundsatz der Gleichbehandlung, da auch andere Kollegen ihre Hunde mitbringen dürfen und sie die gleiche Zusage erhalten habe. Das Landesarbeitsgericht gab, wie auch schon das Arbeitsgericht zuvor, dem Arbeitgeber Recht, da eine Veränderung des Sachverhaltes vorliegt und er deshalb nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt.

bildungsungsXperten.net veröffentlichte eine Checkliste, wie sich das Mitbringen von Hunden am besten mit dem Büroalltag verbinden lässt – zum Wohle aller Beteiligten.

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