Bewerbungstipps einer Vorgesetzten

9. März 2016

Werden aus Mitarbeitern Vorgesetzte, ändert sich in einigen Situationen die Perspektive. Auch bei Vorstellungsgesprächen, die plötzlich von der anderen Seite wahrgenommen werden. 

Nora-Vanessa Wohlert übernahm 2011 die Redaktionsleitung bei ihrem damaligen Arbeitgeber. Als frisch gebackene Vorgesetzte machte sie unter anderem auch interessante Erfahrungen beim Bewerbungsprozess. Als Hilfsmittel für Arbeitgeber und zur Orientierung für Bewerber hat sie auf Xing ein paar Tipps zusammengestellt.

Fehlerhafte Bewerbungen kosten meist die Einladung zum Gespräch
Was Bewerber gerne übersehen, sind für die Arbeitgeber oftmals Kriterien, nach denen sie die Kandidaten zum Gespräch einladen. Punkte wie keine persönliche Anrede im Anschreiben, übertriebenes Design, Rechtschreibfehler und übermäßige Seitenanzahl sind laut Wohlert ein absolutes No-Go. Eine individuell formulierte und auf die Stelle bezogene Bewerbung hingegen kann sich für die Bewerber als Pluspunkt herausstellen.

Verhaltenstipps im Vorstellungsgespräch
Wohlert hat in ihren ersten 100 Bewerbungsgesprächen einiges beobachtet. Als störend empfand sie die Situationen, in denen Bewerber viel zu früh oder zu spät eintrafen, nicht angemessen gekleidet und unvorbereitet waren. Wichtig ist, dass sich die Bewerber zuvor über das Unternehmen informieren, ehrliches Interesse am Job zeigen und – besonders wichtig – Fragen stellen. Nichts ist schlimmer, als ein einstudiertes Frage-Antwort-Gespräch. Ein weiterer Punkt, der, so Wohlert, überhaupt nichts im Vorstellungsgespräch zu suchen hat, ist das Lästern über einen ehemaligen Arbeitgeber – das kommt beim potentiellen neuen Arbeitgeber nicht gut an. Am besten ist es, wenn Bewerber sich während dem Gespräch treu bleiben, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

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