Wie sich Berufe und Branchen ändern

Die Arbeitswelt von morgen ist offener und weniger berechenbar. In zehn Jahren wird es Berufe und Branchen geben, von denen wir heute noch gar keine Vorstellung haben. Doch wie bereiten wir uns auf diese neue Arbeitswelt vor?

Branchen müssen lernen, sich neu zu definieren

Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung verändern unseren Alltag. So sind z. B. Smartphones in Beruf und Freizeit kaum mehr wegzudenken, obwohl ihre Erfindung noch nicht lange zurückliegt. Doch ist Technik nicht der einzige Treiber für Veränderungen.

Ideen und Themen aus Gesellschaft, Klima und Politik gewinnen schnell an Einfluss und Reichweite. So lösen auch Einzelpersonen fast über Nacht globale Phänomene aus, wie die Entwicklung der Fridays for Future-Bewegung zeigt. Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität oder Inklusion rücken mehr und mehr in den Fokus der privaten und öffentlichen Diskurse. 

Neue Ansätze, Ereignisse und Erfindungen revolutionieren Branchen und Unternehmensbereiche in rasantem Tempo. Wollen Unternehmen mithalten, müssen sie lernen, sich an Trends und Technik anzupassen und neue Lösungen zu entwickeln. Das bedeutet, Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, neue Ansätze zu finden, Arbeitsprozesse und Personalmanagement anzupassen sowie Organisationsstrukturen neu zu definieren.

Neue Aufgaben erfordern neue Berufe

Diese Veränderungen betreffen nicht nur Unternehmen und Marken, sondern auch Berufe. Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Data Analytics und Robotics bieten die Chance, Routinetätigkeiten zu automatisieren. Doch verändern auch Ereignisse wie der Klimawandel die Nachfrage nach bestimmten Leistungen und Gütern. Mit der Umstellung auf Elektroautos wandelt sich beispielsweise das Berufsbild des KFZ-Mechatronikers. Bereits jetzt laufen viele Projekte, um Berufsbilder wie dieses mittels entsprechender Schulungen für die neuen Anforderungen der Elektromobilität zu rüsten. 

Der Mensch ist gefordert, sich für Veränderungen zu öffnen und die Relevanz seiner eigenen Skills immer wieder zu hinterfragen. Gleichzeitig ist immer mehr Spezialwissen gefordert. Entscheidende Schlüsselqualifikationen verändern sich – und das immer wieder aufs Neue. Soft Skills wie Problemlösungskompetenz und Offenheit für Neues gewinnen an Bedeutung. Lebenslanges Lernen wird zum Grundprinzip. Das ist auch eine große Herausforderung für Ausbildung, Recruiting und Talentförderung.

Flexibilität ist der Grundstein für den Wandel der Arbeitswelt

Der Umgang mit dem Wandel wird zu einem der wichtigsten Faktoren für Beschäftigte, Vorgesetzte, Unternehmen, Verbände, Branchen und ganze Industrien. Flexibilität und Agilität werden zur Voraussetzung für die Arbeitswelt 4.0. Es macht den Anschein, dass das Motto der New Work-Welt nicht „Survival of the fittest“ lautet, sondern vielmehr „Survival of the most flexible“. Denn wer in der neuen Arbeitswelt erfolgreich sein will, sollte sich vor allem auf Veränderungen einlassen können.