Zu DDR-Zeiten als „Stalinstadt“ an der Grenze zu Polen aus dem Boden gestampft, ist Eisenhüttenstadt heute mit gut 70 Jahren geradezu jugendlich. Viele denken dabei völlig zu Recht an eine typische sozialistische Planstadt mit industriellem Ambiente. Hier befindet sich nämlich mit der Wohnstadt des Hüttenwerks das größte Flächendenkmal in Deutschland, das durch diverse Film- und Fernsehproduktionen Bekanntheit erlangte. Tatsächlich hat das Städtchen an der Oder seinen Einwohnern weitaus mehr als seine Baudenkmäler zu bieten. So gibt es beispielsweise einen kleinen historischen Stadtteil und besonders Naturfreunde kommen in den Moorlandschaften in der Umgebung auf ihre Kosten. Das architektonisch reizvolle Friedrich-Wolf-Theater ist die zentrale Kulturinstitution in der Region und hat einen exzellenten Ruf. Obwohl sich seit der Wende einiges geändert hat, spielt das hiesige Hüttenwerk wirtschaftlich nach wie vor eine bedeutende Rolle. Doch nicht bloß die Stahlindustrie bietet in Eisenhüttenstadt Jobs, sondern inzwischen auch vermehrt der Dienstleistungssektor.
Trotz ihres jungen Alters blickt die brandenburgische Stadt an der deutsch-polnischen Grenze auf eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung zurück. Die Unternehmenslandschaft ist breitgefächert und vielseitig. Neben großen Betrieben und staatlichen Verwaltungseinrichtungen sind viele mittelständische und kleine Unternehmen vor Ort vertreten. Wenngleich Eisenhüttenstadt vornehmlich als Industriestandort gegründet wurde, gibt es inzwischen ebenso im Dienstleistungsbereich immer mehr Arbeitsplätze vor Ort.
Wer Karriere machen will, kann in der Umgebung unterschiedlichste Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen. Die Kreisvolkshochschule verfügt über eine örtliche Regionalstelle, an der oft Sprach- oder EDV-Kurse angeboten werden. Außerdem besteht beispielsweise am Grone-Bildungszentrum, am Berufsbildungszentrum BBZ oder am QualifizierungsCENTRUM der Wirtschaft die Möglichkeit, Fortbildungen zu absolvieren.
Die Stahlindustrie prägt Eisenhüttenstadt seit jeher. Darüber hinaus bieten Branchen wie der Maschinen- und Anlagenbau, die Energiewirtschaft oder der Handel zahlreiche Arbeitsplätze. Viele Einheimische sind in der Verwaltung tätig. Zu weiteren Top-Branchen zählen:
Eisenhüttenstadt liegt an den Bundesstraßen B 112 und B 246. Orte wie Fürstenwalde/Spree oder Frankfurt (Oder) lassen sich mit dem Pkw gut erreichen. Dank der guten Anbindung an den Schienenverkehr geht es mit der Regionalbahn oder dem Express-Zug vom städtischen Bahnhof aus oftmals sogar etwas schneller. Mehrere Buslinien ergänzen das Angebot des öffentlichen Verkehrs. Auf zwei Rädern kommt man hier meist rasch voran, denn die Bewohner der Stadt dürfen sich über eine erstklassige Fahrrad-Infrastruktur freuen.
Das beschauliche Städtchen überrascht mit einem riesigen Freizeitangebot. Das städtische Inselbad erfreut sich bei Familien und Menschen, die nach Erholung suchen, großer Beliebtheit. Die Oder, genauer gesagt das Ufer der Oder, bietet sich für romantische Spaziergänge oder Radtouren an. Mitten im Wald gibt es obendrein noch ein kleines Tiergehege mit Polarfüchsen, Erdmännchen und vielen anderen Arten. Die Freilichtbühne Eisenhüttenstadt ist für Kulturinteressierte und alle, die sich bei Kabarett, Musiktheater oder Konzerten gut unterhalten wollen, der Fixpunkt in den Sommermonaten.
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