Die Stadt ist deutschlandweit berühmt und berüchtigt, denn hier kann man so lange ordentlich Punkte sammeln, bis der „Lappen“ weg ist. Insbesondere unter Verkehrssündern hat sich Flensburg als Sitz des Kraftfahrt-Bundesamts einen Namen gemacht. Zwar wird die Behörde in Reiseführern als Sehenswürdigkeit gelistet, doch die Grenzstadt hat natürlich mehr zu bieten. Als ehemals dänische Siedlung ist Flensburg das Zentrum der dänischen Minderheit in Südschleswig. Neben Deutsch und Dänisch hört man in der Hafenstadt Plattdeutsch und gelegentlich trifft man sogar auf einen „Petuhschnacker“, einen Sprecher des lokalen Mischdialekts. Das dänische Erbe schlägt sich im lebensfrohen Temperament der Flensburger nieder. Auf dem Speiseplan stehen üppige Spezialitäten wie Labskaus, Fischsuppe oder dänische Hotdogs. Bekannt ist die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands außerdem für ihren Rum. Denn als Rum-Stadt entwickelte sich Flensburg ab dem 18. Jahrhundert zu einem starken Wirtschaftsstandort und das ist die Mittelstadt heute noch! Als solcher hält Flensburg Jobs in verschiedenen Bereichen für Arbeitssuchende aller Qualifikationsniveaus bereit.
Die einzigartige Lage direkt an der deutsch-dänischen Grenze und der Ostsee trägt seit dem Mittelalter zur wirtschaftlichen Stärke des Standorts bei. Die Unternehmen in Flensburg profitieren mitunter stark vom Grenzhandel. Als Oberzentrum für ein großes Einzugsgebiet ist die Hafenstadt für die gesamte Region von enormer Bedeutung. So gibt es hier viele Pendler und Grenzpendler. Die Nachfrage nach Fachkräften wächst in vielen Branchen, ungelernte Kräfte können ebenfalls, beispielsweise im Lager oder in der Produktion, einen Job finden.
In Flensburg kann der berufliche Aufstieg leichter gelingen, denn in der Mittelstadt gibt es nicht nur spannende Job-Optionen, sondern auch ein riesiges Fortbildungsangebot. Die Europa-Universität Flensburg bietet eine interessante Auswahl an Studienfächern im sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Bereich, während der Schwerpunkt der Hochschule Flensburg auf technischen Disziplinen liegt. An der Volkshochschule Flensburg gibt es viele verschiedene Kurse. Mit der „Voksenundervisning“ gibt es ein spezielles Weiterbildungsangebot für die dänische Volksgruppe. Spezifische berufliche Qualifikationen kann man überdies an der IHK Flensburg erwerben.
Der Wirtschaftsstandort ist vor allem vom Dienstleistungssektor geprägt. Tourismus, Handel und IT-Dienstleister schaffen zahlreiche Arbeitsplätze in Flensburg. Ferner ist die Industrie in Form der Elektrotechnik, des Maschinenbaus sowie der Kälte- und Wärmetechnik in der norddeutschen Mittelstadt vertreten. Viele Teilzeit- und Vollzeit-Jobs in Flensburg bietet zudem der Bereich der Verwaltung.
Zu weiteren Top-Branchen gehören:
Die Grenzstadt zeichnet sich durch ihre verkehrsgünstige Lage an der A 7 sowie an der B 199 und der B 200 aus. Dennoch ist der Weg in die nächsten Großstädte, wie beispielsweise Kiel oder Hamburg, recht weit. Der Bahnhof Flensburg bietet eine gute Anbindung an den Schienenverkehr, hier verkehren mehrere IC- und RE-Linien. Die Wege innerhalb der Stadt lassen sich leicht mit den Stadtbussen bewältigen oder mit dem Fahrrad, denn Flensburg verfügt über erstklassige Radwege.
Am Feierabend oder an den Wochenenden gibt es abseits des anstrengenden Vollzeit- oder Teilzeit-Jobs in Flensburg viele Dinge zu entdecken. Die Stadt ist für eine vielseitige Kulturszene bekannt und oft finden Hafenfeste, Märkte und andere Veranstaltungen statt. Im Sommer kann man an einem der drei Flensburger Strände entspannen, ansonsten sind weitere Strandorte an der Nord- und Ostsee nicht weit entfernt. Wer Lust auf einen Einkaufsbummel hat, findet in der Roten Straße die Gelegenheit dazu. Von dort aus hat man es nicht weit zur multikulturell geprägten Norderstraße, wo sich viele nette Restaurants, Bäckereien und Cafés befinden. Wenn man dann noch in Richtung Hafen aufbricht, sollte man sich den Oluf-Samson-Gang mit den schnuckeligen Fischerhäuschen nicht entgehen lassen.
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