Arbeitsunfähig durch Heuschnupfen?

Der Frühling hält Einzug, die Sonne lacht und die Bäume werden wieder grün, für viele beginnt damit jedoch die Zeit der Quälerei. Triefende Nase, brennende, juckende Augen und allgemeine Mattheit – Heuschnupfen in seiner vollen Pracht.

Arbeitsunfähig durch Heuschnupfen?

Kann sich ein Mitarbeiter aufgrund von Heuschnupfen arbeitsunfähig melden?

Bei starken Symptomen kann das sein. Hier gelten auch für Heuschnupfen die gleichen Grundsätze wie bei anderen Krankheitsfällen. Eine Arbeitsunfähigkeit liegt jedoch nicht vor, wenn der Arbeitnehmer aufgrund der Allergie nicht fähig ist, den Weg zur Arbeit zurückzulegen oder regelmäßige Arztbesuche für medizinische Behandlungen der Allergie erforderlich sind.

Allergien auf dem Vormarsch - was Arbeitgeber beachten müssen

In den westlichen Industrienationen ist die Zahl der Menschen mit Allergien in den letzten Jahrzehnten teils um das Zwanzigfache angewachsen. Dementsprechend sind auch im betrieblichen Alltag vorbeugende Maßnahmen wie Aufklärung oder entsprechender Hautschutz zu treffen, um eine Allergieauslösung zu verhindern - insbesondere wenn die Mitarbeiter chemischen und / oder allergieauslösenden Substanzen ausgesetzt sind. Besonders häufig kommt es im Bäckerhandwerk oder bei Friseuren zum Auftreten von Allergien, aber auch bei anderen Bereichen wie etwa im Handwerk oder in der Pflege treten verstärkt Überempfindlichkeiten auf.

Allergieauslösende Stoffe sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen und in das Gefahrstoffverzeichnis aufzunehmen. Besteht der konkrete Verdacht einer Allergie, kann dies entweder durch den Werksarzt, aber auch beim Haus-, Haut- oder Lungenfacharzt überprüft und entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden. 

Grundsätzlich gilt: Ob Allergie oder eine andere Erkrankung, sobald ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand eines Mitarbeiters ihn außerstande setzt, die im Arbeitsvertrag vereinbarten Tätigkeiten auszuführen, gilt dieser auch als arbeitsunfähig.