Dienstreisen sorgen nicht nur für Begeisterung

13. April 2016

Das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer zeigt differenzierte Ansichten der Beschäftigten. Das Abwägen von Karrierechance gegen Work-Life-Balance gewinnt an Bedeutung.

  • Abwesenheit von zu Hause belastet bei vielen die Work-Life-Balance.
  • Bewusstsein für den Karrierefaktor Mobilität ist vorhanden.
  • Europäische Nachbarn sind reisebereiter als deutsche Arbeitnehmer.

Der eine liebt das Unterwegssein im Außendienst, die andere schätzt den Besuch von Tagungen und Kongressen: Dienstreisen gelten für viele Mitarbeiter deutscher Unternehmen als Bereicherung im Arbeitsalltag. Gleichwohl sehen auch immer mehr Frauen und Männer die beruflich bedingte Abwesenheit von zu Hause als Belastung ihrer Lebensqualität. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen des aktuellen Randstad Arbeitsbarometers.

Flexibilität und Mobilität führen zum Wunscharbeitsplatz

Das Gros der für die Ausgabe Q1 2016 online befragten Beschäftigten ist der Meinung, dass Geschäftsreisen ein zweischneidiges Schwert sind und Einschnitte in die persönliche Work-Life-Balance nach sich ziehen. „Flexibilität und Mobilität sind im Arbeitsleben immer mehr gefragt. In vielen Unternehmen sind diese Faktoren bereits unabdingbare Anforderung in Bewerbungsgesprächen und somit häufig der Schlüssel zum Erfolg, um den Wunscharbeitsplatz zu bekommen“, so Petra Timm, Director Communications bei Randstad Deutschland.

Jüngere Mitarbeiter eher bereit zum Reisen

21 Prozent der befragten Arbeitnehmer in der Bundesrepublik geben an, dass ihr aktueller Job Auslandsreisen umfasst. Nur 36 Prozent der Arbeitnehmer wünschen sich überhaupt eine entsprechende international aufgestellte Position in ihrem Unternehmen. Lediglich bei den 18- bis 24-Jährigen liegt die Reise-Bereitschaft mit 53 Prozent Zustimmung höher.

Südliches Europa in Aufbruchstimmung

In anderen europäischen Ländern sind, wie die parallelen Umfragen dort zeigen, die Vorstellungen und Wünsche durchaus anders ausgeprägt. In Ungarn sind lediglich neun Prozent der Beschäftigten beruflich im Ausland unterwegs, aber 43 Prozent hätten gerne einen Job mit Reisetätigkeit. In Spanien und Italien liegt der Anteil der Beschäftigten, die für ihr Unternehmen international mobil sind, mit 32 und 35 Prozent bereits jetzt schon hoch.

Wachsender Wunsch nach Internationalität

Sie werden aber noch getoppt. Absoluter Spitzenreiter bei Geschäftsreisen ist Griechenland mit 59 Prozent. Die Werte könnten sogar noch steigen. Die große Mehrheit der Arbeitnehmer in Südeuropa hätte gerne einen Job, der internationales Reisen erfordert – und zwar durch alle Altersgruppen hinweg.

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