Earth Overshoot Day - 5 Tipps zum ressourcenschonenden Arbeiten

1970 war es noch der 21. Dezember, 2019 war es schon gestern, am 29. Juli, soweit: Der Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Erdressourcen für das Jahr aufgebraucht hat. Jeder kann helfen, die Uhr zurück zu drehen: Mit diesen fünf Tipps zum ressourcenschonenden Arbeiten im Büro.

Erdkugel

Ein Kredit bei der Erde

Der Earth Overshoot Day, zu deutsch Welterschöpfungstag, bezeichnet den Tag des Jahres, ab dem wir Menschen natürliche Ressourcen verwenden, die im restlichen Jahresverlauf nicht mehr nachwachsen. Zu deutsch: Seit dem 29. Juli hat die Menschheit einen Kredit bei der Erde aufgenommen, den sie nicht zurückzahlen kann.

Hauptverursacher sind nach einer Studie des Global Footprint Networks Australien, die USA, Südkorea, Russland und auch Deutschland. 

Somit stehen wir Deutschen besonders in der Bringschuld. Und hier gibt es eine gute Nachricht: Wenn alle an einem Strang ziehen, kann der Earth Overshoot Day wieder weiter nach hinten verschoben werden. Wie das geht? Zum Beispiel, mit vielen kleinen Dingen die viele gemeinsam umsetzen. Hier sind 5 Tipps, die sich im Büro leicht umsetzen lassen:

Tipp 1: Die Mittagspause

Nur kurz Mittag essen gehen, so lange kann man den PC ja anlassen: Irrtum! Versetzen Sie Ihren Computer in den Energiesparmodus und weisen auch Ihre Kolleginnen und Kollegen darauf hin. Im besten Fall schalten Sie den PC sogar ganz aus - denn 45 Minuten Stromsparen sind ein guter Anfang.
 

Tipp 2: Ein Hoch auf die Digitalisierung

Immerhin eine Problematik hat sich innerhalb der letzten Jahre deutlich verbessert. Wir Deutschen lernen, Papier zu sparen und stattdessen digitale Anwendungen zu nutzen. Weniger Briefe, mehr Mails. Weniger Aktenordner, mehr Cloud-Ordner. Hier heißt es am Ball bleiben: Das papierlose Büro ist die Zukunft, reiten Sie mit auf der Welle und probieren Neues aus, um Papier zu sparen.
Und falls das Drucken mal gar nicht zu vermeiden ist: Schwarz-Weiß tut es oft auch und Fehldrucke taugen durchaus auch als Schmierpapier oder Notizenseiten.

Tipp 3: Frischluft statt Klimaanlage

Jeden Morgen 15 Minuten mit dem Auto zur Arbeit, die Klimaanlage auf der höchsten Stufe und dabei Musik hören. Das nimmt Ihnen unser Planet sicher übel, denn mehr CO2-Ausstoß geht kaum. Schonmal überlegt, ob 30 Minuten Fahrradfahren mit Frischluft und Kopfhörern im Ohr nicht vielleicht viel gesünder für Sie sind? Und wenn der Arbeitsplatz zu weit zum Radeln entfernt ist, lohnt es sich, über eine Fahrgemeinschaft mit Kolleginnen und Kollegen nachzudenken.

Tipp 4: Hot statt Schrott

Der Schreibtischstuhl wackelt ein wenig, das “G” auf der Computertastatur ist defekt oder der Aktenschrank wird nicht mehr benötigt? Das Entsorgen von Büromaterialien stößt enorm viel CO2 aus. Kontaktieren Sie lokale Jugendeinrichtungen oder gemeinnützige Organisationen, denn diese werden Ihnen unendlich dankbar sein! 

Tipp 5: Ich packe meine Koffer…

...und steige in den Zug, nicht in den Flieger. Flugzeuge sind der Klimakiller Nummer 1. Wenn Sie von Frankfurt nach Berlin reisen müssen und der Termin um 8 Uhr morgens stattfindet, denken Sie mal darüber nach, bereits einen Tag vorher entspannt mit dem Zug anzureisen. So sind Sie vielleicht ein paar Stunden länger unterwegs, reisen aber mit gutem Gefühl und können dabei noch in der Bahn in Ruhe das Skript durcharbeiten, zu dem die Kollegen schon so lange auf Ihre Rückmeldung warten.