Flotte Fahrt mit dem Dienstrad

15. Juni 2015

In immer mehr Firmenflotten tauchen zweirädrige Fahrzeuge auf, vor allem bei innerstädtischen Standorten. Die „Diensträder“ genießen steuerliche Gleichbehandlung mit Autos – und hohes Ansehen bei den Mitarbeitern.

Es ist eine der einfachsten und effizientesten Methoden, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun: das Jobticket. Günstiger als die normale Monatskarte, steuerlich bevorzugt und, zum Beispiel am Wochenende mit der Familie, auch privat nutzbar, hat es sich zum Renner unter den freiwilligen sozialen Leistungen entwickelt. Gerade dort, wo der Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist, zeigen Arbeitgeber mit dieser Geste, dass sie Verständnis für den Mobilitätsbedarf ihrer Mitarbeiter haben – und sich an den Kosten beteiligen.

Leihfahrrad für den Arbeitsweg

Einen Schritt weiter gehen jene Firmen, die auch noch für die Verbindung zwischen ÖPNV-Haltestelle und Betriebsgelände mit kreativen Lösungen aufwarten. Hier haben sich in jüngster Zeit Angebote wie das von „nextbike“ am Markt platziert. Einerseits ein ganz normales Fahrrad-Verleihsystem, kooperiert der Anbieter auch mit Unternehmen, die eine eigene „Zweirad-Linie“ aufbauen wollen. In Abstimmung mit den zuständigen Gemeinden werden dann z.B. Verleihstationen an S-Bahn-Haltestellen errichtet, mit einem Gegenstück auf dem Firmengelände.

Mit dem Argument „Mitarbeiter, die sich bewegen, leben gesünder“ zielt nextbike auf das betriebliche Gesundheitsmanagement, mit dem Branding der Zweiräder auf den Werbeeffekt der radelnden Mitarbeiter. Letztlich steht aber deren Komfort auf dem Arbeitsweg im Vordergrund: Auf das Parken eines eigenen Rads an der Haltestelle, mit allen verbundenen Risiken, kann verzichtet werden. Zudem sind die Räder auch in der Freizeit nutzbar. Entsprechende Vertragsgestaltungen erlauben in definiertem Umfang dann auch die Nutzung des Services an anderen Stationen.

Steuerliche Vorteile im Gepäckkorb

Einen Schritt weiter gehen jene Unternehmen, die Mitarbeitern statt eines Dienstwagens ein „Dienstrad“ überlassen. Die Zeitschrift Finanztest bestätigte erst in der Ausgabe 4/2015 die Rechtsicherheit des JobRad-Modells für die Unternehmen und beruft sich dabei auf den Steuerexperten Rolf Leuner von der Kanzlei Rödl & Partner. Demnach entspreche das Leasingmodell dem gängigen Verfahren der Bargeldlohnumwandlung bei Dienstwagen.

Die Beispielrechnung von Finanztest für einen Mitarbeiter mit 4.000 Euro Gehalt brutto ergibt bei einem Rad für 2.700 Euro eine Ersparnis von 594 Euro. Das entspricht 22 Prozent gegenüber dem Listenpreis. Bis zu 30 Prozent Ersparnis seien möglich, so Finanztest, abhängig vom Gehalt des Arbeitnehmers und seiner Steuersituation sowie dem Preis des Rads. Unter bestimmten Bedingungen ergeben sich mit dem JobRad Kalkulator sogar Einsparungen von bis zu 40 Prozent.

Modellwahl nach Wunsch

Vorteil für den Mitarbeiter: Der ist nicht auf ein bestimmtes Modell festgelegt, sondern sucht sich sein Wunschrad bei einem der annähernd 2.000 JobRad-Fachhändler in Deutschland aus, darunter auch Pedelecs, und least es über 36 Monate. Dafür wandelt er einen Teil seines Bruttolohns in Sachlohn um.

Hilfreich: Fahrrad-Pendler, die besonders auf ihr Rad angewiesen sind, haben inzwischen Zugang zu einem ähnlichen Pannenservice wie Autofahrer. JobRad hat unlängst eine Mobilitätsgarantie eingeführt. Mobile Pannenhilfe, Pannentransport und 24-Stunden-Hotline sind seit April Teil der Serviceleistungen für das JobRad. Eine 24-Stunden-Hotline hilft rund um die Uhr weiter und vermittelt entweder einen zertifizierten Fachbetrieb als mobile Pannenhilfe oder organisiert den Transport der fahruntüchtigen Räder – inklusive Fahrradanhänger und Gepäck – nach Hause, zur Werkstatt oder zum Zielort.

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