Früh übt sich, wer ein Chef werden will

30. Oktober 2014

Mit der Aktion „Chef für 1 Tag“ werden seit 2005 Schülerinnen und Schüler mit der Verantwortung vertraut gemacht, die Führungskräfte innehaben. Auch Randstad ist Partner in dem Programm, das jedes Jahr bundesweit Jugendliche anspricht.

Der erste Schritt auf die Leiter nach ganz oben erfolgt nicht zufällig. Wer sich dieses Ziel gesetzt hat, geht planmäßig vor – und weiß, dass es von Anfang darum geht, im Wettbewerb zu bestehen. Kein Zufall also, dass beim Projekt „Chef für 1 Tag“ nicht der Zufall zählt, sondern das Zielbewusstsein. Wichtigstes Ziel ist dabei nicht die Position an der Spitze selbst einzunehmen, sondern von jenen zu lernen, die sie schon erreicht haben. Das ist das eigentlich Verlockende an diesem Wettbewerb: dass Jugendliche in direkten Kontakt mit Führungskräften aus renommierten Großunternehmen kommen.

Welche Ziele verfolgt die Aktion? Zum einen geht es um die Öffnung und Erweiterung des (theoretischen) Unterrichts durch praktische Elemente. Daraus erwächst eine Motivation der Jugendlichen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Berufswahl und der unternehmerischen Praxis. Zudem werden auf diese Weise Wirtschafts- und Unternehmenswissen konkret greifbar. Idealerweise führt das zu einer Sensibilisierung für unternehmerisches Denken und Handeln. Gleichzeitig werden so Querschnittskompetenzen bspw. Leistungsbereitschaft, Initiative, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösung, Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen, Eigenverantwortung oder Selbstbewusstsein gefordert und gefördert.

Die ersten beiden Stufen überwinden die potentiellen Nachwuchs-Führungskräfte nicht als Individuum, sondern im Team. Es sind sowohl berufsbildende Schulen teilnahmeberechtigt als auch Gesamtschulen, Gymnasien und Oberschulen, Hauptschulen und Realschulen sowie Förderschulen. Der Wettbewerb startet nach einer erfolgreichen Bewerbung mit dem Besuch eines Unternehmers oder einer Unternehmerin in der Schule. Dabei stehen im Gespräch mit den Schülern und Lehrkräften Unternehmens- und Wirtschaftsfragen, Mitarbeiterführung oder auch Karriereplanung im Mittelpunkt.

Im zweiten Schritt folgt ein zweitägiges Junior Management Audit – das sogenannte Chef-Casting durch die Unternehmensberatung Odgers Berndtson in Frankfurt. Auch hier treten die teilnehmenden Klassen oder Kurse noch gemeinsam auf. Doch dann beginnt die Auslese: Beim Chef-Casting wird pro Kurs der Schüler oder die Schülerin mit dem größten Chefpotenzial ermittelt. Zu dem Auswahlverfahren gehören unter anderem ein Multiple-Choice-Test zur Überprüfung des abrufbaren Wissens, eine zweistündige Business-Simulation sowie ein 30-minütiges Einzelinterview.

Als letzten Schritt des Wettbewerbs verbringen die ermittelten Junior-Chefinnen und -Chefs einen Tag lang an der Seite von Führungskräften eines Großunternehmens. Sie lernen deren Arbeitsalltag kennen und sind bei Besprechungen sowie weiteren internen und externen Terminen im Tagesablauf dabei.

Veranstalter des Wettbewerbs ist das Magazin FOCUS-MONEY zusammen mit der Stiftung Lesen und zahlreichen angesehenen Unternehmern, darunter seit Jahren auch Randstad Deutschland. Je Projektrunde bewerben sich etwa 5.000 bis 6.000 Schüler klassen- bzw. kursweise für den Wettbewerb. Davon werden nach der Bewerbungsrunde rund 200 Jugendliche und ihre Lehrkräfte zur Teilnahme an der Aktion eingeladen.

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