„Gesund zur Arbeit, unversehrt nach Hause“

17. Oktober 2014

Der 28. April steht auch dieses Jahr wieder im Zeichen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat den Tag zum Safe Work Day erklärt, zum „Welttag der Arbeitssicherheit“. Ziel ist es, die Prävention gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu fördern. Eine Aufgabe, der sich Randstad seit jeher sehr aufmerksam widmet.

Einheitliche Leitlinien und systematisches Vorgehen sind entscheidend

Seit Jahren postuliert Randstad zum Arbeitsschutz den Leitsatz „Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter gesund zur Arbeit gehen und unversehrt nach Hause zurückkehren“. Der Fachbereich „Health & Human Safety“ – unmittelbar der Geschäftsführung unterstellt – steuert und koordiniert alle relevanten Maßnahmen, damit das Wollen auch Realität wird, damit das Thema nicht nur am „Welttag der Arbeitssicherheit“ Aufmerksamkeit findet, sondern dauerhaft präsent ist.

Einheitliche Leitlinien

Gemäß den einschlägigen Arbeitsschutzgesetzen unterstützen Fachkräfte für Arbeitssicherheit, ein arbeitsmedizinischer Dienst und externe Konfliktberater alle Organisationsstufen innerhalb der Randstad Gruppe in Deutschland. Durch die zentrale Steuerung gibt es einheitliche Leitlinien, Prozessvorgaben und Formulare. Jede Führungskraft kennt ihre Verantwortlichkeiten: Was muss durch wen erledigt werden? Wer kontrolliert die Umsetzung?

Im Überlassungsprozess stehen stets vier Aufgaben im Fokus, die auch am „Welttag der Arbeitssicherheit“ eine entscheidende Rolle spielen:

  • Kenntnis der Arbeitsplätze der Mitarbeiter
  • das Festlegen und Bereitstellen geeigneter persönlicher Schutzausrüstungen
  • arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
  • allgemeine und tätigkeitsbezogene Unterweisungen

Systematisches Vorgehen

Der Betriebsrat unterstützt durch Betriebsvereinbarungen die einheitliche Vorgehensweise. Interne Audits und Revisionsberichte dokumentieren die Umsetzung der Vorgaben zum Arbeit- und Gesundheitsschutz. Mit der speziellen Zertifizierung „Arbeitsschutz mit System“ (AmS) der Verwaltungsberufsgenossenschaft als Träger der Unfallversicherung für die Randstad Mitarbeiter ist die systematische, gesetzeskonforme Vorgehensweise nachgewiesen.

„Trotz dieser Anstrengungen registrieren wir leider immer wieder und insgesamt noch zu viele Arbeitsunfälle“, so Thomas Kotzorek, Manager Health & Human Safety bei Randstad, der dem Thema zum „Welttag der Arbeitssicherheit“ wieder mehr Aufmerksamkeit verschaffen will. „Durch die zentrale Erfassung aller Unfälle, unabhängig ob melde- oder nicht meldepflichtig, erlangen wir so ein klares Bild über das Unfallgeschehen. Daraus lassen sich immer wieder Verbesserungen der bestehenden Maßnahmen sowie neue Vorbeuge-Strategien ableiten.“

Kritischer Faktor „Schutzausrüstung“

Den Randstad Erhebungen zufolge dominieren Finger-, Fuß- und Handverletzungen mit den Verletzungsarten Prellung, Schnitt, Verstauchung. „Die Unfallauswertungen ergeben darüber hinaus, dass es vielfach beim ordnungsgemäßen Gebrauch der persönlichen Schutzausrüstung noch Defizite gibt“, so Kotzorek. Entweder, weil sie qualitativ nicht ausreicht (z.B. mangelnde Schnittfestigkeit bei Handschuhen) oder weil sie überhaupt nicht eingesetzt wird.

Das Nichtbeachten der arbeitssicherheitstechnischen Vorgaben, Bedienfehler an Maschinen und vielfach Unachtsamkeit oder Leichtfertigkeit führen ebenfalls zu einer nicht unerheblichen Anzahl an Arbeitsunfällen – ein Umstand, den die Veranstalter des „Welttag der Arbeitssicherheit“ global anprangern.

Kundenunternehmen als Partner

Auf Grundlage dieser Erfahrungen sind die Kundenunternehmen wichtige Partner im Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Randstad Deutschland. Für Thomas Kotzorek sind es vier Aspekte, bei denen Kundenfirmen das Anliegen bestmöglicher Arbeitssicherheit unterstützen können: „Eine gründliche Unterweisung am Arbeitsplatz und in der Arbeitsumgehung durch den fachlichen Ansprechpartner des Kunden vor Ort, ist die beste Grundlage für einen nachhaltigen Arbeitsschutz“, merkt der Experte an.

„Dazu sollten Kunden darauf achten, dass einerseits ausreichende, situationsgerechte persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung steht und andererseits diese persönliche Schutzausrüstung auch unbedingt zum Einsatz kommt.“ Auch das Erläutern von Risiken anhand beispielhafter Unfälle habe sich als wertvoll erwiesen, um einen Wegweiser zum sicherheitsgerechten Arbeiten zu bieten.

Memo-Kärtchen für alle Mitarbeiter

„Als präventive Maßnahme haben viele unserer Mitarbeiter ein „Memo-Kärtchen“ zur Last- Minute-Risiko-Analyse bei sich“, berichtet Kotzorek. „Es trägt die Aufforderung „Erst denken – dann handeln – Was kann mir schlimmstenfalls passieren?“ Dieses Kärtchen weist auch auf die vorhandenen Hotlines Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin hin.“

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