Kekse raus, Nüsschen rein

Kleine Stärkung beim Meeting? Die Klassiker auf dem Konferenztisch heißen Kaffee und Kekse. Startup-Unternehmer Achim Stephan, Gründer von wellnuss.de, hat da einen anderen Vorschlag.

Kaffee und Kekse sind „Deutscher Standard“ in Besprechungszimmern. Warum hat sich aus Ihrer Sicht dieses Angebot überholt?

Stephan: Gegen eine gute Tasse Kaffee oder Tee im Meeting ist nichts einzuwenden. Kekse alleine allerdings passen nicht mehr in eine Zeit, in der gesunde Ernährung immer mehr ein Thema wird. Und dass sie das wird, belegen Erhebungen wie die Nationale Verzehrstudie II oder der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die Falle bei den klassischen Butterkeksen ist, dass sie hauptsächlich aus Einfachzucker, Fett und hellem Mehl bestehen und so den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, aber genauso schnell wieder abfallen lassen. Mit ihm, geht dann auch die Konzentration in den Keller – und der Appetit auf mehr Süßkram kommt.

Sie selbst setzen auf Nüsse und Trockenfrüchte - welche Vorteile haben die gegen die Kekse?

Stephan: Ihre Nährstoffkombination ist deutlich vorteilhafter, sie halten den Insulinspiegel auf einem gleichmäßigeren Level – und zeigen Kunden und Geschäftspartnern, dass sie es mit einem Unternehmen zu tun haben, das modern denkt.

Was steckt in Nüssen und Früchten an Substanzen, die sich vorteilhaft aufs Meeting und seine Teilnehmer auswirken?

Stephan: Eine ganze Menge: Nüsse enthalten Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Inhaltsstoffe, die an allen möglichen Vorgängen im Körper beteiligt sind und von denen es unter anderem heißt, sie können Stress-Symptome reduzieren.

Besonders zusammen mit ballaststoffreichen Trockenfrüchten sind sie ein idealer Konferenzsnack, da sie satt machen, ohne den Insulinspiegel auf eine Berg- und Talfahrt zu schicken. Und das Knackige der Nüsse in Kombination mit der Süße der Früchte schmeckt einfach gut.

Welche Rolle spielt der Faktor „gesunder Snack“?

Stephan: Eine große. Er war die ursprüngliche Motivation, wellnuss Premium Snacks zu gründen. Ich selbst bin aktiver Marathonläufer, achte darauf, vernünftig zu essen und habe mich in meinem früheren Job immer darüber geärgert, dass ich bei langen Meetings keine andere Wahl hatte als mit knurrendem Magen dazusitzen oder mir Kekse einzuverleiben.

Ist das auch eine Imagefrage?

Stephan: Unter anderem, ja. Ein Unternehmen, dass Snacks wie die unseren anbietet, signalsiert, dass es einen gesunden Lebensstil fördert und kann damit das Image einer aktiven, modernen Firma kreieren. Vor allem, wenn die Nussmischungen nicht lieblos in irgendwelche Schalen geschüttet, sondern stilvoll präsentiert werden.

Sie bieten zusätzlich auch Knabbermischungen mit Schokolade an. Ist Süßes denn erlaubt?

Stephan: Natürlich. Ich glaube, dass man sich nichts ganz verbieten sollte, weil sonst irgendwann der Heißhunger darauf kommt. Schokolade ist gut, aber in Maßen und in guter Qualität. Vor allem Zartbitterschokolade wie sie bei den Cranberries in unserem „Captain Cashew“ zum Einsatz kommt, da sie einen höheren Kakaoanteil hat. Und Kakao enthält Antioxidantien und erhöht die Bildung Hormons Serotonin, das uns zufrieden macht.

Was ist Ihr persönlicher Favorit und warum? Und was ist der Bestseller bei Ihren Kunden?

Stephan: Mein Favorit wechselt eigentlich ständig. Gerade mag ich die leicht salzigen Rauchmandeln sehr gern. Aber auch die Cashewkerne mit Chili geröstet sind weit oben auf der Liste. Bei unseren Kunden kommen die Trüffelmandeln sehr gut an. Aber auch die Mangostreifen werden viel gekauft.

Haben Sie schon Rückmeldungen von Meetingteilnehmern?

Stephan: Ja, wir bekommen regelmäßig Feedback von Kunden oder Leuten, die im Meeting, auf einer Konferenz oder Messe unsere Snacks kennengelernt haben. Die Reaktion ist durchweg positiv, was uns natürlich freut und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und etwas anbieten, das den Leuten schmeckt.

Sie wurden für die Servierbehälter zum Design Award nominiert: Warum haben Sie überhaupt Wert auf die Präsentationsform gelegt? Schmeckt der Inhalt dann besser?

Stephan: Mit dem Geschmack hat das weniger zu tun. Wir möchten Nüsse und Trockenfrüchte mit einer stilvollen Präsentation herausholen aus der Öko- und Studentenfutterecke. Sie sind der Konferenzsnack 3.0 – und sollten entsprechend zeitgemäß präsentiert werden. Außerdem hat unser Snackboard-System den Vorteil, dass nicht alle in eine Schale greifen, sondern die Snacks in einer Karaffe präsentiert werden, jeder seine eigene hat und die Karaffen nach Gebrauch verschlossen werden können. So erhöhen sich Haltbarkeit und Hygiene bei ansprechender Optik.

ZUR PERSON

Nach seinem Studium hatte Achim Stephan multikulturelle (und multikulinarische) Erfahrung auf einer mehrmonatigen Weltreise gesammelt: „Meine Leidenschaft für gutes Essen und hochwertige Lebensmittel sind ein wichtiger Teil meines Lebens.“ Als Vertriebsleiter eines Hamburger Investmenthauses hatte er dann kaum eine Chance, dem ungesunden Butterkeks-Catering in den Konferenzräumen zu entkommen. „Das muss doch besser gehen“, dachte er. So entstand die Idee zu wellnuss Premium Snacks. http://www.wellnuss.de