„Lebenslanges Lernen“ bleibt die Kernaufgabe

5. Dezember 2016

Im vorigen Jahr das 10jährige Bestehen, nun der Stabwechsel an der Spitze der randstad stiftung: Wenn Hanna Daum als Vorstand Heinz-Otto Mezger nachfolgt, bleibt die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung der rote Faden der Stiftungsarbeit.

  • Heinz-Otto Mezger übergibt Vorstand der randstad stiftung an Hanna Daum
  • Lernschwache Menschen an das Lernen heranzuführen und fit für den Arbeitsmarkt zu machen, bleibt Hauptaufgabe der Stiftung
  • Arbeitsweise der Stiftung orientiert sich an den schnell und häufig ändernden Bedingungen und Anforderungen der Praxis

Nicht stehenbleiben, weitergehen – dieses Prinzip hat in den vergangenen Jahren die Arbeit der randstad stiftung geprägt. Vielfältige Projekte haben die Grundlagen dafür geschaffen, um gerade für Berufseinsteiger zuverlässige Orientierung und praktische Hilfe zu liefern. Als Beispiel hebt Heinz-Otto Mezger, bis Jahresende noch amtierender Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, das KOMPASS Projekt mit Prof. Dr. Ernst Hoff und seinem Team an der FU Berlin hervor, „ein schönes Beispiel für die gelungene Verbindung eines Praxisprojekts mit wissenschaftlicher Fundierung und Dokumentation.“

Sozialunternehmen als Partner

Ein gutes Beispiel für die praxis- und wirkungsorientierte Förderausrichtung der Stiftung sieht er in der zunehmenden Kooperation mit Sozialunternehmen. „Sie rekrutieren sich oft aus dem Kreis von Ashoka Fellows und haben mit ihren Projekten bereits erfolgreich gesellschaftliche Ziele wirksam unterstützt.“

Vor allem hat die randstad stiftung mit ihrer Arbeit den kontinuierlichen Wandel am Arbeitsmarkt ins Auge gefasst: „Herausragendes Merkmal der Veränderungen ist ihre stetig wachsende Beschleunigung. Treiber ist dabei die Digitalisierung unseres Alltags und damit auch der Lern- und Arbeitswelt“, sagt Mezger. „Die daraus resultierende Auflösung von traditionellen Arbeitsformen und eine permanente Optimierung der Prozesse in Unternehmen ist eine der großen Herausforderungen für die Akteure der Lern- und Arbeitswelt. Und das wird sich auch noch weiter verstärken durch die unablässige Erneuerung der Informations- und Kommunikationstechnologie.“

Stiftung trägt soziale Verantwortung mit

Dabei ist er sich eins mit Hanna Daum, die ihm zu Jahresbeginn 2017 als Geschäftsführender Vorstand nachfolgen wird. Sie koordiniert seit 2007 die Aktivitäten des Stifterunternehmens im Bereich gesellschaftlicher Verantwortung. Aus ihrer Sicht war die randstad stiftung stets „eine autonome Säule unserer Aktivitäten zu diesem Thema, die mit ihren eigenen Inhalten und in ihrem eigenen Rahmen - bildlich gesprochen – das Dach unserer Verantwortung mitträgt.“

Unter diesen Vorzeichen blickt Daum auch auf die künftigen Aufgaben, mit denen sich die Stiftung befassen wird: „Das Thema 'Lebenslanges Lernen' bleibt auch in den nächsten Jahren ein zentrales Thema, um die immer länger werdende Lebensarbeitszeit und damit einhergehend auch die immer länger zu gestaltende Arbeitsfähigkeit von Menschen zu erhalten. Hier wird es weiterhin Handlungsfelder geben, in denen die Stiftung aktiv wird.“

Barrieren beseitigen als Aufgabe

Daneben bestehe eine immer stärker werdende Notwendigkeit, Menschen, die Zugangshindernisse zum Arbeitsmarkt haben, wieder zu integrieren. Diese Notwendigkeit ergibt sich nach Daums und Mezgers Erfahrung aus dem Fachkräftemangel und aus der Entwicklung, dass einfach anlernbare Tätigkeiten weniger nachgefragt sein werden. „Bildungsferne und lernschwache Menschen müssen an das Thema 'Lernen' herangeführt werden“, betonen beide. Welche Herangehensweisen hier zielführend sein werden, wird – wie schon in der Vergangenheit – eine stets wieder neue Frage sein, mit der sich die Stiftung beschäftigt.

Daum betont mit Blick auf die Zukunft: „Ich möchte mit meiner Arbeit daran mitwirken, dass sich die randstad stiftung mit ihren spannenden Themenfeldern als Förderstiftung weiter etabliert.“ Im Rahmen der bestehenden Förderprojekte wird sie ihren Blick auf das Thema „Wirkung“ richten. Im Mittelpunkt steht dabei, ob die geförderten Projekte ihre Ziele erreichen und ob sie mit ihren Aktivitäten bei den Zielgruppen wirken. Daum: „An dieser Stelle gemeinsam mit den Projektpartnern zu arbeiten, habe ich mir als Fokus vorgenommen.“

investor relations