Mit Logib-D den Entgeltabstand zwischen Frauen und Männern messen

Ein Thema bewegt die Arbeitswelt in wachsender Intensität: „Warum verdienen Frauen weniger als Männer?" fragt „Die Zeit“. „Krasses Lohngefälle zwischen Männern und Frauen“ schlagzeilt das „Handelsblatt“. „Frauen, die Vollzeit arbeiten, verdienen in Deutschland durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer“ konstatiert nüchtern die OECD. Mit dem neuen Software-Tool Logib-D können Unternehmen feststellen, wie groß der Unterschied im eigenen Haus ist. Erfreuliches Ergebnis für Randstad: Die Entgeltlücke im Unternehmen ist verschwindend gering.

Nicht nur in den Medien und auf internationaler Ebene hat eine intensive Diskussion über Strategien und Maßnahmen zur Verringerung des Entgeltabstands zwischen Frauen und Männern („Gender Pay Gap“) eingesetzt. Auch in der deutschen Wirtschaft gerät das Ziel der Entgeltgleichheit zusehends in den Fokus. Denn die faire Entlohnung von Frauen und Männern ist nicht nur eine statistische Größe. Sie ist auch ein wichtiger Motivationsfaktor – so lautet ein zentrales Ergebnis einer Befragung unter Personalverantwortlichen.

Personaler wollen Frauen stärker fördern

Ein hoher Anteil der Personalchefs hält geschlechtsneutrale Entlohnungsstrukturen und geschlechtsunabhängige Karrierechancen für geeignete Ansatzpunkte, um die Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu steigern. Laut der Untersuchung plant mehr als die Hälfte, Frauen zukünftig stärker bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen berücksichtigen zu wollen.

Nützliches Instrument zur Selbstüberprüfung

Die Erhebung untersuchte verschiedene Aspekte der Chancengleichheit. Sie wurde gemeinsam von der Logib-D-Koordinierungsstelle und dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) durchgeführt. Die Abkürzung Logib-D steht für „Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland".

Damit verbunden ist ein Excel-Tool zur (Selbst)Überprüfung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann im Unternehmen. Es wird vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend zur Verfügung gestellt www.logib-d.de.

23 Prozent Differenz beim Bruttostundenverdienst

Fakt ist: Seit dem Jahr 2006 wird die durchschnittliche (unbereinigte) Entgeltlücke auf der Grundlage einer neu konzipierten Definition und Methodik für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einmal pro Jahr veröffentlicht. Die Daten für Deutschland liefert das Statistische Bundesamt, das zuletzt für das Jahr 2011 einen Entgeltunterschied von 23 Prozent ermittelt hat. Der Unterschied in dieser Höhe basiert auf dem Vergleich der Bruttostundenverdienste.

Berufsrelevante Merkmale verringern die Differenz

Dieser Vergleich sei aber „kein vollkommener Indikator“, heißt es bei der IW Consult in Köln, die die Koordinierungsstelle leitet. „Denn in puncto Qualifikation, Berufserfahrung, Stellung im Unternehmen oder etwa Betriebszugehörigkeit gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Berücksichtigt man diese berufsrelevanten Merkmale, schrumpft die Lohndifferenz merklich.“

Die dann festgestellte „bereinigte Entgeltlücke“ berücksichtigt die objektiven Faktoren wie Dienstjahre, Berufserfahrung, Anforderungsniveau sowie berufliche Stellung bei der Analyse der Gehälter und der Personalstruktur. Sie liegt im Mittelwert bundesweit bei 4,6 Prozent.

Lohngleichheit ist bei Randstad fest verankert

Deutlich besser noch hat jetzt Randstad Deutschland abgeschnitten, als sich das Unternehmen dem Logib-D-Test unterzog: Bei einem Wert 1,2 Prozent ist die Lücke verschwindend gering. „Lohngleichheit ist sowohl in unserer Unternehmenspolitik als auch in unseren HR-Grundsätzen fest verankert“, erklärt Andreas Bolder, Director Human Resources bei Randstad.

„Die Ergebnisse der Logib-D-Analyse zeigen, dass Gleichberechtigung bei uns selbstverständlich ist“, so Bolder. „Wir sind stolz, dass bei Randstad Frauen und Männer nicht nur gleichermaßen Karriere machen, sondern auch gleichberechtigt entlohnt werden.“

Chancengleichheit fördert die Motivation

Die Bundesregierung hat sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet, die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern bis zum Jahr 2020 auf unter 10 Prozent zu reduzieren – Randstad hat sein Soll also schon jetzt erfüllt. Mit dem Logib-D Label untermauert der Personaldienstleister seine Attraktivität als Arbeitgeber.

„Eine auf Chancengleichheit ausgerichtete Entgeltpolitik wirkt sich positiv auf Motivation, Arbeitszufriedenheit und Produktivität unserer Mitarbeiter aus und somit auch unsere Kunden profitieren“, davon ist Andreas Bolder überzeugt.