Sieben Ideen, um Sport in die Firma zu bringen

„Agil“ zu sein – das ist die aktuell größte Herausforderung für Unternehmen. Dazu braucht es Mitarbeiter, die 'beweglich' sind, sowohl in ihrer Denk- und Arbeitsweise, als auch in körperlicher Hinsicht. Hier stehen Unternehmen verschiedene Optionen offen, um einen gesunden Lebensstil zu fördern und so gesundheitliche Risiken für die Mitarbeiter zu minimieren.  

Sport im Unternehmen

Zugang zu abwechslungsreichen Programmen

Vielfalt möglich machen heißt, der alten Tradition spezifischer „Betriebssportgruppen“ neues Leben einzuhauchen. Vor allem jüngere Menschen wollen sich nicht mehr „lebenslänglich“ an eine Disziplin binden, sei es nun Fußball, Turnen oder Schach. Übergreifend gebündelte Angebote sorgen dafür, dass die Mitarbeiter hier nach Lust und Laune auswählen können und sich nicht dauerhaft binden müssen. Das erhöht die Motivation zum Mitmachen. Arbeitgebern stehen hier attraktive Programme zur Wahl.

Firmenläufe breiten sich derzeit übers ganze Land aus. Ob sie professionell vorbereitet und organisiert sind, lässt sich schnell an der Teilnehmerliste erkennen: Wenn namhafte Unternehmen am Standort wiederholt teilnehmen, spricht das für die Qualität der Veranstaltung. Das Leistungsspektrum solcher Läufe ist oft breit gestreut; damit haben auch jene eine Chance, gut auszusehen, die nur zum Spaß mitmachen. Ein vielversprechender Ansatz besteht darin, jene Mitarbeiter als Team-Leader einzusetzen, die bereits Lauferfahrung haben und diese mit den Einsteigern teilen können.

Die ganze Familie am Start

Eltern-Kinder-Sportwettbewerbe sind ein belebendes Element bei Familientagen oder bei einem „Tag der Offenen Tür“ im Unternehmen. Welche Sportarten dabei ins Spiel kommen, ist eigentlich egal. Es empfiehlt sich, solche zu nutzen, bei denen Mitarbeiter ihre Erfahrung aus einem Verein mitbringen. Ist auf diesem Weg erst einmal der Einstieg gefunden, bietet sich eine Fortsetzung im Alltag an. Wobei das Unternehmen z.B. Sportmaterial und den Zugang zu Umkleidekabinen und Duschen bereitstellen oder sponsern kann.

Partnerschaft mit Vereinen am Ort

Fitness-Center in örtlichen Sportvereinen für Außenstehende zu öffnen, ist ein aktueller Trend. Die Vereine versuchen dadurch Mitglieder zu gewinnen. Der Vereinsbeitrag schließt häufig zusätzliche Möglichkeiten mit ein. Das Unternehmen kann hier zudem als Sponsor im Bereich des CSR auftreten und soziale Präsenz am Standort zeigen. Damit gewinnen beide Seiten. Zum nächsten Schritt ist es dann nicht weit: Dass sich sportlich Interessierte auch für andere Möglichkeiten in diesem Verein begeistern und sich mit Kollegen zu Gruppen zusammenfinden.

Pausen mit Mehrwert anreichern

Aktive Pausen anzubieten zeigt nicht nur, dass sich Arbeitgeber um Attraktivität jenseits der Kantine bemühen. Der Aufwand für die Organisation ist überschaubar, in größeren Betrieben finden sich stets auch qualifizierte Personen, die als Leiter und Begleiter solcher Programme bereit stehen. Für kleinere Unternehmen empfiehlt sich  die Kooperation mit benachbarten Firmen. Weitere Anregungen liefern z.B. die Firmendienste der gesetzlichen Krankenkassen.

Frische Ideen auf dem Weg zur Arbeit 

„Der Weg ist das Ziel“ bedeutet für viele Pendler heute eher Stress als Freude. Arbeitgeber, die bei diesem Thema kreativ vorgehen, erzielen in der Regel einen Mehrfach-Effekt. Das Bereitstellen von Firmenfahrrädern für den Weg zwischen Zuhause bzw. Nahverkehrs-Station und Arbeitsplatz zum Beispiel erhöht die Motivation, vom Auto umzusteigen – und steigert zugleich die Fitness. Das Angebot bedarf allerdings der Pflege: Ausreichende und attraktiv gelegene Fahrrad-Stellplätze, bei Bedarf auch mit Ladestationen fürs E-Bike, dürfen nicht vergessen werden. Auch Umkleideräume erhöhen die Akzeptanz.

Anregungen zum Mitnehmen

Wegweiser für Bewegung sind eine Einladung, Pausen nicht am Schreibtisch oder in der Kantine zu verbringen, sondern sie mit Bewegung und etwas Abstand zum Job zu verbringen und dabei neue Energie zu tanken. Wie man es von vielen Business-Hotels her kennt, die an der Rezeption Umgebungspläne für Jogger und Walker bereithalten, können auch Unternehmen ihren Mitarbeitern solche Karten zur Verfügung stellen. 

Nicht vergessen: Erfolge gehören gefeiert. Jeder Bericht im Intranet, jedes Sportfoto im Mitarbeitermagazin, jede Erwähnung von Teilnehmern in öffentlichen Medien ist Motivation zum Weitermachen – und für andere, selbst einzusteigen.