So kommt die Firma gesund durch den Winter

1. November 2018

Mit den niedrigeren Temperaturen in Herbst und Winter steigen die Risiken für Krankheiten und Unfälle. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich wirksam vorbeugen.

Hinweise auf verstärkte Hygiene

Das traditionelle Händeschütteln ist eine Hauptursache für das Übertragen von Keimen und Infektionen. Dazu kommt das Risiko, dass es beim Berühren von häufig gemeinsam genutzten Gegenständen wie Türklinken und Treppengeländern zu „Schmierinfektionen“ kommt. Es lohnt sich daher, Mitarbeiter für diese Risiken zu sensibilisieren. Zum Beispiel mit einem freundlichen, aber auffälligen Aushang in Waschräumen und Toiletten. Verbunden mit der Empfehlung „Hände waschen statt Hände schütteln“.

Tägliche Dosis Vitamin C

Sie gehören zu den beliebtesten Einrichtungsgegenständen in vielen Betrieben: Süßwaren-Automaten. Abgesehen davon, dass sie ihre Funktion als „Stresskiller“ nur kurzfristig und oberflächlich erfüllen: Die Verfügbarkeit von frischem Obst ist ein deutlich wertvollerer Beitrag zur Fitness und Gesundheit in der Firma. Ob das Unternehmen die Vitamin C-Spender spendiert oder zum Selbstkostenpreis verkauft, bleibt jedem selbst überlassen.

Schutzimpfung in der Firma

Manche Unternehmen, vor allem jene mit einem hohen Anteil von Mitarbeitern im Outdoor-Einsatz, ermöglichen ihren Beschäftigten eine jährliche Grippeschutzimpfung. Das ist Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), mitunter sogar verbunden mit Impfterminen im Betrieb. Als ideale Termine dafür gelten Oktober und November, also deutlich vor Beginn der Grippe-Saison. 

Beim Thema Arbeitssicherheit extra hinsehen

Vor allem rutschige Böden und Wege – verursacht durch Regen, Laub, Schnee, Eis – bilden ein zusätzliches Gesundheitsrisiko am Arbeitsplatz. Das gilt im Außenbereich genauso wie, in Folge „importierter“ Verschmutzungen, auch im Innenbereich. Entsprechende Vorsichtshinweise im Rahmen der Arbeitssicherheit sowie auffällige Beschilderungen machen diese Gefahren bewusst. Ein verstärkter Reinigungseinsatz durch Hausmeister oder Facility Management hilft Gefahrenstellen zu beseitigen.

Mitarbeiter in Bewegung halten

Niedrige Temperaturen reduzieren die Flexibilität des Bewegungsapparats. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung empfiehlt es sich daher, in den Wintermonaten verstärkt Maßnahmen anzubieten, die hier Abhilfe schaffen. Denkbar, so der Arbeitgeberservice der AOK, „sind auch spezifische Angebote wie wöchentliche, in den Arbeitsalltag integrierte aktive Pausen zum Beispiel in Kooperation mit einem Fitnesstrainer oder einer physiotherapeutischen Fachkraft“.

„Geht schon“ geht nicht

Auch wenn Fehlzeiten durch Krankheitstage in jedem Unternehmen eine Kostenbelastung darstellen: Es zeugt von falschem Pflichtgefühl, wenn sich bereits erkrankte Mitarbeiter nach dem Motto „Ich schaff‘ das schon“ und „Ich will mein Team nicht im Stich lassen“ trotzdem an den Arbeitsplatz begeben. Dieses Verhalten erhöht für alle anderen die Ansteckungsgefahr – und erzeugt damit weitere krankheitsbedingte Ausfälle.

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