Starthilfe für die nächste Unternehmergeneration

23. Oktober 2013

Eine erfolgreiche Volkswirtschaft lebt insbesondere von einer nachwachsenden Ressource: Ideen. Um diese zu fördern, ist Randstad seit 2010 Mitglied der Wissensfabrik und hat im Rahmen dieses Engagements „Weconomy“ in den Jahren 2011, 2012 und 2013 gesponsert. „Weconomy“ ist der Gründerwettbewerb, den die Wissensfabrik gemeinsam mit dem Handelsblatt ausrichtet.

Kreativität mit Wachstumspotential

Wer sich die Gewinner ansieht, erkennt schnell, wie viel kreatives Potential in jungen deutschen Unternehmen steckt – und welche reichen wirtschaftlichen Perspektiven sich daraus ergeben. Ein Spielzeug, das digitale Technik mit haptischer Erfahrung verbindet zum Beispiel. „Kinematics“ ist ein Baukastensystem, das Kindern ab sechs Jahren das Bauen von Robotermodellen ermöglicht. Der Baukasten besteht aus aktiven Bewegungsmodulen und einfachen Bausteinen, die sich frei miteinander kombinieren lassen – ohne Kabel und ohne komplizierte Bauanleitung. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Angetrieben werden die Bewegungsmodule durch Servomotoren, die Energie liefert ein integrierter Akku. So können Kinder bewegungsfähige interaktive Roboter bauen und werden dabei spielerisch an Themen wie Mechanik, Sensorik und erneuerbare Energien herangeführt. Wie sich im Verlauf der Veranstaltung zeigt, sind nicht nur Kinder davon angetan.

Ergonomische Innovation

Ein anderer Gewinner, Vemcon, entwickelt Hardware, Elektronik und Software speziell für die Steuerung mobiler Arbeitsmaschinen, beispielsweise für Bagger. Das Assistenzsystem „uniGRIP“ ist eine neuartige Baggersteuerung mit ergonomischem Bedienorgan, das die konventionelle Steuerung der Maschinen über Joysticks ersetzen kann. Mit „uniGRIP“ steuert der Fahrer die Bewegungsrichtung des Baggerwerkzeugs intuitiv an ein- und demselben Bedienelement ohne verschiedene Tasten mit Joystickbewegungen zu kombinieren.

Mitdenkende Planung bei Bauprojekten

Oder die Idee, mit der drei Absolventen des Lehrstuhls Bauinformatik der TU Berlin überzeugten. Sie haben eine Software entwickelt, um das Projektmanagement im Bauwesen stärker zu systematisieren und zu verhindern, dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Mit dieser Software können Ablaufmodelle für die Projektplanung im Bauwesen erstellt werden. Wenn sich eine Änderung ergibt, rechnet die Software automatisch die Konsequenzen für das Gesamtprojekt aus. Im Gegensatz zu anderen Anwendungen werden die Ablaufpläne nicht vom Nutzer gezeichnet, sondern vom Computer berechnet. Die Sablono-Software erstellt detaillierte, vollständige und konsistente Ablaufmodelle, um Produktinformationen und Ablaufinformationen in einem Modell zu vereinen. Beim beliebten Alumni-Abend, an dem Gewinner früherer Jahre mit ihren aktuellen Nachfolgern ins Gespräch kommen, fällt gelegentlich der scherzhafte Hinweis, bei welchem deutschen Großprojekt diese Software sehr nützlich gewesen wäre.

Wertvolle Verzahnung von Kräften

„Das Wochenende in Baden-Baden war wieder voller positiver Energie. Die Jungunternehmer profitieren von der Erfahrung und dem Netzwerk der Top-Manager. Diese nehmen die Energien und Inspiration aus dem Wochenende mit in ihren Arbeitsalltag“, zieht Florian Raisch eine positive Bilanz, der Leiter Unternehmertum der Wissensfabrik. „Das Engagement von Top-Managern ist so wertvoll, weil dadurch die junge Unternehmergeneration von den Erfahrungen und Tipps der Manager profitiert. Außerdem werden so erste Kontakte von Start-ups zu etablierten Unternehmen geknüpft. Die deutsche Wirtschaft benötigt diese Verzahnung, um auch weiterhin die Innovationskraft unseres Landes zu beleben.“
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