Warum Unternehmen das Ehrenamt fördern sollten

Ehrenamtliche Helfer engagieren sich in Sportvereinen, setzen sich für Menschen in Not ein oder melden sich als freiwillige Katastrophenschützer und Feuerwehrleute. Aber nur 18% der Arbeitnehmer bekommen für ihr Ehrenamt Unterstützung von ihrem Arbeitgeber. Dabei profitieren auch Unternehmen, wenn sich ihre Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren.

Randstad with heart

44% der Deutschen gehen einer gemeinnützigen Tätigkeit nach, so eine Untersuchung des Familienministeriums. Aber unter den Berufstätigen sind es lediglich 24%, wie die Ergebnisse des Randstad Arbeitsbarometers (Q3/2018) zeigen. Der Beruf hält also zahlreiche Arbeitnehmer davon ab, sich ehrenamtlich zu engagieren. 

Warum das Ehrenamt auch Unternehmen hilft

Heute suchen sich die Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber aus, nicht umgekehrt. Und bei der Wahl der richtigen Stelle spielt auch die soziale Verantwortung des Unternehmens eine große Rolle: Soziales Engagement und eine produktive Nutzung der Freizeit sind für bis zu 38% der Arbeitnehmer und Arbeitssuchenden bei der Wahl des Arbeitsplatzes wichtig. Das zeigen die Ergebnisse der Studie Randstad Employer Brand Research 2018. Unternehmen, die Engagement fördern, ziehen also auch verantwortungsbewusste Talente an.

Wie Arbeitgeber Ehrenamtliche unterstützen

Unternehmen können das Ehrenamt auf verschiedene Weisen fördern. Eine Möglichkeit sind Programme, die Arbeitnehmer in Kontakt mit dem Ehrenamt bringen und dabei unterstützen. Auch kleine und mittelständische Unternehmen können ihren ehrenamtlich engagierten Mitarbeitern durch Sponsoring, fachliche Unterstützung oder Boni für erfolgreiche Projekte unter die Arme greifen. Auch mit bezahltem Urlaub speziell für ehrenamtliche Tätigkeiten können Mitarbeiter angeregt werden, sich zu engagieren. 16% der befragten Arbeitnehmer bekommen von ihrem Arbeitgeber auch bis zu zwei Tage im Jahr frei, um ihr Ehrenamt wahrzunehmen. Randstad beispielsweise fördert das Engagement der Beschäftigten weltweit durch einen freien Tag für ehrenamtliche Tätigkeiten.

„Derartige Programme sind relativ neu und stehen noch am Anfang“, so Carlotta Köster-Brons, National CSR Coordinator bei Randstad Deutschland. „Wir haben bei Randstad aber schon unmittelbar nach dem Start unseres neuen Programms festgestellt, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich ehrenamtlich engagieren und den Ehrenamtstag nutzen, um sich ihrem persönlichen Projekt zu widmen. Die positive Resonanz zeigt, dass es von den Beschäftigten sehr geschätzt wird, wenn Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt unterstützen.“ 

Für mehr Informationen und Anregungen zum Employer Branding, besuchen Sie die Seiten des Randstad Employer Brand Research und der Veranstaltung „Get in Touch“.

Über die Umfragen

Randstad Employer Brand Research ist die umfassendste unabhängige empirische Erhebung zum Thema Employer Branding weltweit. Sie wird jährlich in 32 Ländern durchgeführt. Sie erhebt jeweils Einschätzungen zu den 150 größten Unternehmen eines Landes. In Deutschland wurde eine repräsentative Stichprobe von Arbeitnehmern und Arbeitsuchenden im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt. Am 11. April 2019 werden in Berlin die Ergebnisse der aktuellen Studie und die beliebtesten Arbeitgebermarken Deutschlands präsentiert.

Das Randstad Arbeitsbarometer wird in 33 Ländern vierteljährlich erhoben. In Deutschland wurden dafür 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen online befragt.