Was steht im Karriereplan?

5. Dezember 2016

Karrierepläne zielen zwar in die Zukunft – „Science Fiction“ sind sie gleichwohl nicht. Unternehmen, die dieses Angebot an Mitarbeiter ernst meinen, ziehen realistische Ziele den schönen Versprechungen vor.

  • Karrierepläne sind die Grundlage für eine langfristige Personalplanung und Personalentwicklung.
  • Ein fortlaufender Dialog zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer dient dazu, Karrierepläne den laufenden Veränderungen auf beiden Seiten anzupassen.
  • Chancen zur Neuorientierung oder zum Wechsel des beruflichen Schwerpunkts sind integrativer Bestandteil von Karriereplänen.

Die Tatsache, dass es zwei Formen von Karriereplänen gibt, hängt allein von dem Zeitpunkt ab, zu dem sie erstellt werden. Die einen werden von Arbeitgebern erstellt, um im Sinne des Employer Branding möglichen Bewerbern die Perspektiven für ihre Laufbahn im Unternehmen zu skizzieren. Die anderen entstehen in einer Gemeinschaftsarbeit zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber und dokumentieren die gemeinsamen Vorstellungen und Ziele.

Mehrere Optionen einbauen

Grundlage des Karriereplans ist in beiden Fällen der Status Quo des Mitarbeiters, sprich: seine Qualifikationen, die aktuell innegehabte bzw. zu besetzende Stelle sowie die nächsten Karriereschritte, die sich von diesem Status aus anbieten. Dabei sind durchaus mehrere mögliche Optionen denkbar, die nebeneinander notiert werden. Was Auszubildende angeht, die gerade abgeschlossen haben und übernommen werden, ist eine gewisse Abstraktion möglich – deren Weg durchs Unternehmen ist schließlich noch lang.

Organigramm aktiv nutzen

Ein wichtiger Bestandteil des Karriereplans ist das Organigramm des Unternehmens, das Verantwortlichkeiten und (so vorhanden) Hierarchien sichtbar macht. Darin sind auch die „Wegkreuzungen“ markiert, an denen die Mitarbeiter vom direkten, ursprünglich angelegten Karrierepfad auf einen anderen Weg umzusteigen.

Spezialisierungen öffnen neue Wege

Solche Wegkreuzungen ergeben sich vor allem dann, wenn weiterführende Ausbildungen oder Qualifikationen eine Spezialisierung des Mitarbeiters zur Folge haben. Etwa bei einer Bankkauffrau die Ausrichtung auf Kreditsachbearbeitung oder Immobilienwirtschaft oder bei Kraftfahrern den Umstieg vom Transporter auf den Lkw. Hier besteht für das Unternehmen die Möglichkeit, einen Abgleich zwischen ursprünglicher Personalplanung und tatsächlichem Bedarf vorzunehmen.

Ausführliche Gespräche im Lauf der Karriere

Jede Laufbahn-Station ist zwingend mit einem ausführlichen Gespräch zwischen Unternehmens- bzw. Personalleitung und Mitarbeiter verbunden. So berücksichtigen die folgenden Entscheidungen die jeweils aktuellen Wünsche von Firma und Arbeitnehmer und nehmen in den Karriereplan die wechselnden Faktoren der Work-Life-Balance auf. Grundsätzlich sind diese Gespräche in reguläre Feedback- oder Jahresgespräche integrierbar.

Schriftform empfiehlt sich

Vertrauen und Verbindlichkeit der gemeinsamen Entscheidungen drücken sich in der Schriftform eines Karriereplans aus. Diese Dokumente dienen beiden Seiten auch zur kontinuierlichen Prüfung und Revision der festgelegten Ziele.

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