Wegweiser für flexible Arbeitszeitmodelle

7. Februar 2018

Eine Vielzahl neuer Arbeitsformen, bei denen Zeit und Ort der Tätigkeit immer flexibler werden, stellt Unternehmen vor grundlegende Fragen. Nicht zuletzt die Digitalisierung fordert haltbare Entscheidungen.

16 verschiedene Arbeitszeitmodelle und die damit verbundenen Chancen und Risiken stehen im Mittelpunkt einer neuen Publikation der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Die Broschüre baua: Praxis „Flexible Arbeitszeitmodelle. Überblick und Umsetzung“ vermittelt kompakt und praxisorientiert Grundlagen des gesetzlichen Arbeitszeitschutzes sowie aktuelle arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse. Damit bietet sie den Verantwortlichen in Unternehmen einen umfangreichen und zugleich übersichtlich strukturierten Einstieg in das Thema.

Mehr Zeitsouveränität der Mitarbeiter

Dies gewinnt nicht zuletzt dadurch für den einzelnen Betrieb an Bedeutung, dass sich durch digitale Techniken Arbeitszeit und -ort in bisher ungekanntem Umfang flexibilisieren lassen. „Das eröffnet zwar vielfältige Chancen, birgt aber auch Risiken. Beispielsweise können flexible Arbeitszeiten für die Beschäftigten mehr Zeitsouveränität bedeuten, die zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben beitragen kann“, schreiben die Autoren der baua: Praxis. „Andererseits verschmelzen Arbeits- und Ruhezeiten immer öfter zu einer entgrenzten Arbeit mit allen negativen Konsequenzen für Wohlbefinden, Sicherheit und Gesundheit.“ Für viele Unternehmen fällt daher die Wahl des richtigen Modells schwer, wenn sie sowohl den Bedürfnissen der Beschäftigten als auch der eigenen Wettbewerbsfähigkeit gerecht werden wollen.

Beispiele aus der Praxis

Die baua: Praxis versteht sich als Wegweiser und Orientierungshilfe bei der Entscheidungsfindung. Dazu führt sie 16 verschiedene Arbeitszeitmodelle auf, arbeitet deren Vor- und Nachteile für die Unternehmen heraus und stellt jeweils ein Beispiel guter Praxis vor. Dazu gehören neben schon etablierten Modellen wie Gleitzeit, Teilzeit oder Mehrarbeit auch neuere Formen wie Jobsharing oder Funktionsarbeitszeit. Auch Bereiche mit hoher Belastung wie Bereitschaftsdienste oder Elemente eines modernen Employer Brandings wie das Sabbatical werden ausführlich erläutert.

Rechtliches und Wissenschaft im Fokus

Neben den einzelnen Arbeitszeitmodellen informiert die Broschüre kompakt und übersichtlich über den gesetzlichen Hintergrund sowie über den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei flexiblen Arbeitszeiten. Zudem stellt sie vier Trends heraus, die die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit maßgeblich beeinflussen. Dazu zählen Globalisierung, demografische Entwicklung, Wertewandel und Digitalisierung. So gibt die baua: Praxis schnell einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten flexibler Arbeitszeiten. Weiterführende Informationen und Literaturhinweise runden die Informationen ab.

Den Bericht gibt es im PDF-Format im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen

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