Weltfrauentag 2019: Fortschritt in Sicht?

Die Wahl am 19. Januar 1919 sorgte für Aufsehen: Zum ersten Mal durften Frauen die Politik in Deutschland mitgestalten. Das Wahlrecht der Frauen ist eine Leistung des Weltfrauentages, auf dem die Frauen seit 1911 unter anderem für die Gleichberechtigung und das Recht gekämpft haben, politisch aktiv werden zu dürfen.

Welche Aktualität hat der Weltfrauentag?

Mehr als 100 Jahre, nachdem sich Frauen  verschiedener Nationen  zum ersten Mal versammelten, um die Gleichberechtigung zu erhalten, hat der Tag nicht an Relevanz verloren. Der Weltfrauentag wird genutzt, um auf die aktuellen Missstände in der (Welt-)Politik aufmerksam zu machen. Einige wichtige Themen waren z.B. die Gleichberechtigung, das Frauenwahlrecht, der Mutterschutz oder der Gender Pay Gap. Letzterer ist immer noch ein aktuelles Thema. Das Gehalt einer Frau kann sich heute immer noch gegenüber dem eines Mannes in der gleichen Position um bis zu 21% unterscheiden (bereinigt lag dieser Wert zuletzt bei 6%. Hier wird der Teil des Verdienstes herausgerechnet, der auf strukturelle Unterschiede bei der Berufswahl, Beschäftigungsumfang, Bildungsstand, Berufserfahrung oder den geringeren Anteil von Frauen in Führungspositionen zurückzuführen ist). Eng verknüpft mit der Gehaltsdifferenz zwischen Mann und Frau ist auch das Thema Frauen in Führungspositionen. Der Prozentsatz von Frauen im Vorstand börsennotierter Unternehmen ist seit 2014 gestiegen, liegt aber noch unter zehn Prozent.

Wenn Chancengleichheit für alle besteht, warum sind Führungspositionen meist mit männlichen Kandidaten besetzt?

Es beginnt bereits beim Vorstellungsgespräch: Männer gehen meist selbstbewusster in das Interview, während Frauen sich teils unter Wert verkaufen oder bei den Gehaltsvorstellungen niedrigere Beträge nennen. Trotz Weiterbildungen und Spezifikationen im Beruf erhalten sie seltener eine Gehaltserhöhung und werden im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen seltener befördert.

Eine Ursache kann sein, dass Frauen ihre Karriere „zugunsten“ der Familie hinten angestellt haben. Während der „arbeitsfreien“ Zeit zahlen Frauen nicht in die Rentenkasse ein, also haben sie weniger Rentenpunkte und bekommen eine geringere Auszahlung im Alter – ihnen droht häufiger Altersarmut. An der bisher vorherrschenden Rollenverteilung hat sich nicht viel geändert.

Anders sieht es bei Randstad weltweit aus

48% der hohen Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Auch in diesem Jahr wird Randstad in der Global Power 150 - Women in Staffing Liste erneut erwähnt. Neun Frauen gestalten als hohe Führungskraft mit ihren Visionen den (globalen) Arbeitsmarkt und tragen zum Erfolg von Randstad bei.  

Bei Randstad Deutschland ist der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei Internen Mitarbeitern im bundesweiten Vergleich statistisch unbedeutend. Dies wurde mittels des Tools „Logib-D“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen einer unabhängigen Analyse der Entgelt- und Personalstruktur bestätigt. Logib-D berechnet den prozentualen Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern, der sich bei gleicher Anzahl an Ausbildungs-, Dienstjahren und gleicher (potenzieller) Berufserfahrung sowie gleichem Anforderungsniveau und gleicher beruflicher Stellung ergibt.

Das hervorragende Ergebnis von nur 1,2 % zugunsten von Männern freut Andreas Bolder, Director Human Resources: „Gleichberechtigung ist nicht nur in unserer Unternehmenspolitik und in unseren HR-Grundsätzen fest verankert, sondern wird auch in der Praxis gelebt. Wir sind nicht nur stolz, dass bei Randstad Frauen und Männer gleichermaßen Karriere machen, sondern auch, dass fair entlohnt wird.“