Wie persönlich ist Candidate Experience im digitalen Wandel?

5. Juli 2018

Algorithmen und soziale Netzwerke revolutionieren die Arbeit von Recruitern, die Personalsuche wird datengetrieben, digital und effizient. Wo bleibt da die persönliche Wertschätzung in der Candidate Experience?

Die menschliche Note muss im Digitaldschungel nicht verloren gehen – im Gegenteil: Mit der passenden Herangehensweise können Unternehmen den Kandidaten einen umfassenderen Service bieten als früher. Diese vier Trends machen den Bewerbungsprozess im digitalen Zeitalter persönlicher:

1. Mehr Zeit

„Personaler können heute vielfältige digitale Tools nutzen, um operative Aufgaben zu beschleunigen, treffsicher geeignete Kandidaten zu finden, das Datenmanagement zu vereinfachen oder den Auswahlprozess zu objektivieren“, so Andreas Bolder, Director Group Human Resources bei Randstad Deutschland: „Dadurch werden idealerweise Ressourcen für Personaler frei, die sie wiederum in den persönlichen Kontakt mit Bewerbern und Interessenten investieren können und sollten.“

2. Mehr Einsichten

Algorithmen liefern Unternehmen täglich Unmengen an wertvollen Daten. Diese können Recruiter nutzen, um eine personalisierte Erfahrung für die Bewerber zu schaffen. Recruiter wissen genau, welche Jobs in Frage kommen und welche Faktoren für den jeweiligen Kandidaten besonders wichtig sind. Der „One-Size-Fits-All“ Ansatz hat ausgedient.

3. Mehr Ansprüche

Im digitalen Zeitalter haben Jobsuchende beste Möglichkeiten, Arbeitgeber zu vergleichen. Reruiter achten deshalb besonders darauf, die wachsenden Ansprüche der Bewerber zu bedienen. „Wenn Unternehmen herausstechen und begehrte Talente anziehen wollen, müssen sie auf die für ihre Zielgruppe wichtigsten Wünsche eine Antwort haben“, so Andreas Bolder weiter. 

4. Mehr Unternehmenskultur

Immer wichtiger wird auch, dass nicht nur der Kandidat zum Unternehmen passt, sondern auch das Unternehmen zum Kandidaten. Arbeitgeber können sich über eine ausgeprägte Unternehmenskultur abheben. So erkennen beide Seiten leichter, ob sie dieselben Ziele verfolgen und dieselben Vorstellungen vom Job haben.

Ein Interview mit Andreas Bolder zum Thema „Moderne Personalsuche“ ist bei HR Performance erschienen. Mehr Beiträge wie diesen finden Sie im Whitepaper „Die Digitalisierung der Arbeitswelt“, das kostenlos unter „Publikationen“ im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Über Andreas Bolder

Der studierte Sozialwissenschaftler Andreas Bolder ist seit 2002 bei Randstad Deutschland Director Human Resources und seit 2013 als HR-Chef für die gesamte Randstad Gruppe verantwortlich; zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören digitales Recruiting, Employer Branding sowie flexible Arbeitsmodelle.

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